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August 2016 –
Klein, aber schlau!

Teamwork der Ameisen

von Rocco Grämmel

Gerade im Sommer sind wir in der Natur umgeben von kleinen und großen Tierchen, z.B. Ameisen etc. Haben Sie sich schon einmal die Zeit genommen diese Tierchen zu beobachten?

In der Bibel lädt uns Agur dazu ein einen genaueren Blick auf die Tiere in unserer Umgebung zu werfen. Und gerade bei den ganz Kleinen hat er Erstaunliches entdeckt.

Sprüche 30,24-28:

„Diese vier sind die Kleinen im Lande, und doch sind sie überaus weise: Die Ameisen – kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise; die Klippdachse – kein mächtiges Volk, aber sie setzen ihr Haus auf den Felsen; die Heuschrecken – sie haben keinen König, und doch ziehen sie alle in geordneten Scharen aus; die Eidechse – du kannst sie mit Händen fangen, und dennoch findet sie sich in den Palästen der Könige.“

Bei unseren vier Kleinen beeindruckte ihn vor allem, wie diese Tiere durch ihren klugen Instinkt überleben. Sie sind „überaus weise“ (V. 24).

Diese Klugheit hat der Schöpfer in sie hineingelegt. Gott schuf diese kleinen Tiere, die nicht aufgrund ihrer Größe überleben können, sondern durch ihre Weisheit.

Ihr Motto lautet: Klein, aber schlau!

Vielleicht kommen Sie sich auch manchmal „klein“ vor, gerade in schwierigen Situationen. Dann denken Sie das nächste Mal doch an die Vier hier.

Denn Weisheit ist besser als Größe.

Also lassen Sie uns lieber schlau sein, gerade dann, wenn wir „kleine“ Möglichkeiten haben. Dazu ermutigt uns auch Spr. 21,22: „Ein Weiser erobert die Stadt der Starken und stürzt das Bollwerk, auf das sie sich verließ.“

Was können wir von ihnen lernen?

1. Fleißige Ameisen

V. 25 „Die Ameisen – kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise;“

Ihre Schwäche: Sie sind kein starkes Volk.

Sie sind nicht stark wie ein Löwenrudel, die Könige der Savanne. Sie sind nicht gefährlich, wie eine Schlange oder ein Skorpion. Jedes Kind kann eine Ameise zerquetschen oder einen Ameisenhügel zerstören.

Kennen Sie dieses Gefühl auch, nicht zu den Starken zu gehören? Nicht viel bewegen zu können? Nicht viel Einfluss zu haben? Ich kenne das. Aber die Ameisen zeigen uns, dass es noch mehr gibt, als stark zu sein. Jetzt kommt das Große ABER!

Ihre Stärke: Sie planen und sind fleißig!

„aber sie sammeln im Sommer“ (V.25)

a) Planen

Weil sie um den Winter wissen, beginnen die Ameisen im Sommer fleißig zu sammeln. Sie sammeln genau zum perfekten Zeitpunkt, im Sommer, wenn die Ernte reif ist und stecke ihre ganze Kraft in diese Aufgabe.

Auch unsere Kräfte sind begrenzt. Wir sollten sie ebenso sorgfältig einplanen um die wichtigen Ziele in unserem Leben zu erreichen.

Wofür ist bei Ihnen jetzt der perfekte, der richtige Zeitpunkt? Welche Chance haben Sie jetzt, die Sie in Zukunft vielleicht nicht mehr haben? Bei mir ist es z.B. die Kindererziehung. Dafür ist jetzt die richtige Zeit, denn in 18 Jahren habe ich diese Chance nicht mehr.

Besprechen Sie doch heute Ihre konkreten Ziele mit Jesus. In welches Ziel sollten Sie jetzt ihre Kraft stecken?

Fazit: „Schlau ist: Wer mit Jesus plant, steckt sich konkrete Ziele.“

b) Fleißig umsetzen

Die Ameisen setzen ihren Plan fleißig um und „sammeln“.

Ihre Kraft ist gering, aber durch ihren Fleiß, sowie ihre Ausdauer sammeln sie gemeinsam einen Vorrat, der für das ganze Volk zum Überwintern reicht.

Deswegen werden sie auch als Beispiel für Fleiß in Spr. 6,6-10 angeführt.

Der beste Plan nützt nichts, wenn er nicht umgesetzt wird. Das ist übrigens auch die Kritik an dem Faulen in Spr. 6. Er ist nicht etwa dumm oder weiß nicht, dass Erntezeit ist, sondern er schiebt seine Pläne vor sich her.

Und mal ehrlich: Ist nicht genau das oft unser Problem?

Fazit: „Schlau ist: Wer fleißig ist.“

2. Geschützte Klippdachse

V. 26 „die Klippdachse – kein mächtiges Volk, aber sie setzen ihr Haus auf den Felsen“

Klippdachse sind die kleinsten und zierlichsten Huftiere; in Körperbau und Größe ähneln sie dem Kaninchen. Sie kommen in Israel, Arabien und ganz Afrika vor.

Gesellig leben sie so in den Felsspalten der jeweiligen Gebirge z.B. um den See Genezareth.

Ihre Schwäche: Sie sind nicht mächtig.

Sie sind nicht gewaltig, wie eine Elefantenherde oder stark, wie eine Herde Büffel.
Sie sind nur kleine Tiere, die aufpassen müssen, dass sie nicht gefressen werden.
Sie sind nicht der Jäger, sondern die Beute.

Vielleicht fühlen Sie sich auch eher alresponsives Gejagter oder Opfer Ihrer Umstände, anstatt als Beherrscher der Situation.

Doch das ist ok, Hauptsache Sie wissen, wo Sie Schutz finden.

Ihre Stärke: Sie wissen, wo sie sicher sind!

Die Klugheit des Klippdachses ist die Wahl seines Zufluchtsortes. Er weiß um seine eigene Schwäche, und das ist schon mal eine wichtige Selbsterkenntnis. Was tut er also: Er sucht sich ein sicheres, felsenfestes Zuhause als Zufluchtsort vor Feinden. (Ps. 104,18)

Was können wir tun, wenn wir in Bedrängnis geraten?

Flieh zum Felsen! Lauf zu Jesus!

Fazit: „Schlau ist: Wer bei Jesus Schutz sucht.“

3. Heuschrecken im Team

V.27 „die Heuschrecken – sie haben keinen König, und doch ziehen sie alle in geordneten Scharen aus.“

Heuschrecken, oder auch Grashüpfer genannt, kommen in Israel, wie in Deutschland, häufig vor. Sie leben in den Wiesen und Wäldern und ernähren sich von Pflanzen.

Ihre Schwäche: Sie sind kein Volk.

Die Heuschrecken leben nicht als Volk zusammen. Sie haben keinen König, keinen Anführer. Es gibt zwar viele von Ihnen, aber als einzelnes Tier sind sie belanglos.

Ihre Stärke: Sie sind stark als Team.

Wehe, wenn sich Heuschrecken zusammenschließen und als Heuschreckenschwarm losziehen, wie wir es z.B. aus dem Propheten Joel kennen. Dann fressen sie ganze Landstriche kahl. Als Schwarm, als Gemeinschaft von Vielen sind sie auf stark und nicht aufzuhalten.

Nutzen auch wir die Stärke der Gruppe? Einer allein ist schwach, aber viele Schwache zusammen sind stark.

Fazit: „Schlau ist: Wer sich ein Team sucht.“

4. Beharrliche Eidechse

V. 28 „die Eidechse – du kannst sie mit Händen fangen, und dennoch findet sie sich in den Palästen der Könige.“

Heute wird diese Eidechsenart Gecko genannt. Sie ernährt sich von Insekten und hält sich besonders gern in Häusern auf. Diese kleinen Kerlchen kann man an so mancher Zimmerwand entdecken.

Seine Schwäche: Er ist harmlos.

Der Gecko ist nicht gefährlich oder giftig, sondern völlig harmlos. Ohne Bedenken kann man ihn anfassen. Er ist leicht zu überwältigen und vor die Tür zu setzen.

Seine Stärke: Er ist beharrlich.

Und dennoch verschafft er sich selbst zu den Regierungshäusern der Könige Zugang. Selbst in der Knesset in Israel gibt es Geckos, so, wie es im Bundeskanzleramt Spinnen gibt. Wird der Gecko hinausbefördert, geht er nicht fort, sondern macht sich auf die Suche nach einem neuen Weg hinein. Er sucht nach Zugängen, Ritzen und Spalten, wo er hindurch krabbeln kann. Und schon ist er wieder drin.

Sind wir auch so beharrlich, wenn es um Ziele geht, die wir mit Gott gesteckt haben?

Wenn Türen sich schließen, suchen wir dann nach anderen Möglichkeiten?

Fazit: „Schlau ist: Wer an seinen Zielen dran bleibt.“

Lassen Sie uns weise sein und von den kleinen Tieren lernen.

Damit auch wir vielleicht klein, aber umso schlauer sind.

AMEN