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Juni 2017 –
Die Erneuerbare Energie für Christen

von Johannes Vogel

Mit dem Wegwerfen, da sind wir offensichtlich ja sehr schnell bei der Hand – im wahrsten Sinne des Wortes.
Unsere Kleiderschränke sind oft übervoll, die Sachen darin sind eigentlich noch ganz gut, und trotzdem denken wir: „Alte Klamotten, sie haben ausgedient – ich brauch` etwas Neues“.
Einfach weg damit.

Viele Dinge halten aber auch nur noch irgendwie bis zum Garantieende – so hab ich den Eindruck.
Wegwerfgesellschaft sagt man ja heute dazu.

Aber es sind eben nicht nur Gegenstände, die wir wegwerfen.
Oft werfen wir auch Überzeugungen und Standpunkte einfach „über den Haufen“.

Es ist heute ‚in‘, Positionen zu vertreten, so wie jemand Kaffee oder Kosmetikartikel vertritt, ohne richtig sein Herz daran zu hängen und davon überzeugt zu sein.

Kann man so seinen Glauben leben?

Das riesige Angebot auf dem Markt der Religionen verführt viele dazu, nach neuen Anschauungen Ausschau zu halten und dann auch zu zugreifen.
Weg – mit dem christlichen Glauben, mit den biblischen Überzeugungen – und mit Jesus Christus sowieso.
Ich „bastele“ mir halt mal meinen Gott/ meinen Glauben so zusammen, wie ich es gerade will!

Doch Stopp! Dagegen helfen 3 Dinge:

1. Vertrauen (V.35)

„Werft eure Zuversicht nicht weg …“,

so heißt es in der Bibel im 10. Kapitel des Hebräerbriefes in Vers 35.

Ich staune, dass Wirtschaftsleute, z.B. Manager und Banker klagen: Es ist kein Vertrauen im Volk da.
Die Klage lautet also nicht: Es ist nicht genügend Geld da, die Leute arbeiten zu wenig …nein, sondern: Es ist kein Vertrauen da.

Credo (lat. ich glaube) und Kredit, das gehört irgendwie beides zusammen, finde ich.
Es geht darum, dass Menschen Kredit haben, kreditwürdig sind.
Wenn sie untereinander in Misskredit geraten, dann hat das Folgen.
Denken wir da mal an den Markus aus der Apostelgeschichte. Er hatte durch sein Weglaufen, durch sein „Nicht-vertrauen“ das Vertrauen von Prof. Paulus verloren (Apg.15,36ff)
Aber wir wissen auch, dass dies nicht für immer galt–später war er dann dem Paulus wieder sehr nützlich.

Vertraue auf Gottes Zusagen und bleib darin fest, so bist und bleibst du auch vertrauenswürdig!

Menschliches Zusammenleben steht und fällt mit dem Vertrauen und dem Glauben.

2. Glauben (V.35+36)

„Werft eure Zuversicht nicht weg…“

Bei der Zuversicht geht es eben nicht nur um einen frommen Sonderbereich neben allem anderen, sondern um die Sicht des Ganzen, um eine vertrauensvolle Perspektive.
Aber die können wir nicht machen, nicht selber herstellen.

Es ist genauso wie in der Liebe: Wir erleben sie als Geschenk, als ein Geschenk des Himmels.

Eph 2,4-5: „Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht-aus Gnade seid ihr errettet!“

Es tut gut, sich in Gottes Hand getragen zu wissen.
Als Menschen, die an Jesus Christus glauben, können wir nie tiefer fallen als in Gottes Hand.
Jesus hat uns diese Zuversicht doch geschenkt.

ER ist durch dick und dünn gegangen, durch Leben und Tod.
Für Dich und Mich – und jetzt dürfen wir, als seine Kinder mit IHM leben!
ER ist die Zuversicht in Person – ER ist unser Fels.

Unser Glaube, den wir auf Jesus Christus und Sein Wort stützen, ist nicht vergeblich.
Wir dürfen einmal dafür eine Belohnung empfangen (die Verheißungen erlangen, siehe V.36).

Auf IHN ist Verlass – auf IHN können wir hoffen, denn ER kommt spätestens immer rechtzeitig!

Und das ist auch der dritte Aspekt.

3. Hoffen (V. 37)

Hebr 10,37: „Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll, und wird nicht auf sich warten lassen.“

Wir haben die Hoffnung durch Gottes Wort: Jesus kommt wieder!
MARANATHA! So riefen sich das damals die ersten Christen zu.
Das heißt übersetzt: „Unser Herr komm“ oder „Unser Herr kommt“ – je nach Betonung.
Und ich möchte es noch erweitern: „MARANATHA, unser Herr komm – vielleicht heute!“

Diese herrliche Hoffnung auf eine Zukunft bei Gott führt nicht weg von der Verantwortung für die Welt, sondern ist geradezu Motivation für ein sachliches, geduldiges, verantwortungsvolles Handeln in dieser Welt.

Unsere Hoffnung hat Substanz, sie ist real– genauso real wie unsere Umgebung.

Röm 8,24: „Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn warum hofft auch jemand auf das, was er sieht?

Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.“

Wenn ich zuversichtlich bin, wenn ich hoffe, finde ich mich nicht ab mit dem Dunklen, Sinnlosen und Tödlichen im Leben.

Gott schenkt uns phantasievolles und erfinderisches Eingreifen in diese letzte Zeit, wo alles so dunkel wird und die Macht des Bösen immer mehr überhand nimmt!

Mt 24,12-14: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“

Wer sich von Gott getragen weiß, der hat Hände und Füße, Kopf und Herz frei, um sich anderen zuzuwenden und in diese Welt das Beste hineinzutragen – das gute Evangelium von Jesus Christus und seiner versöhnenden Botschaft.
Wir können somit ein stückweit mithelfen, dass Veränderung passiert in dieser Welt. Noch haben wir einen Auftrag, nämlich, Zeugen für Jesus zu sein!

Ich möchte es zum Abschluss mal mit einem ganz aktuellen Thema vergleichen.
Oft sprechen wir inzwischen von erneuerbarer Energie.
Viele Menschen sehen nur noch diesen Aspekt als die einzige Zukunft in dieser Welt an: Sonne, Wind, Erdwärme oder Biomasse.

Doch diese erneuerbare Energie liegt eben nicht nur im Wind oder in der Erde oder auf den Dächern in Form von Solareinheiten, sie steckt vor allem auch in uns selbst durch IHN, unseren Herrn Jesus!

Vertrauen, Glauben und Hoffen, das sind erneuerbare Lebensenergien in uns, die ER, der Herr, uns schenkt.

Ja, es sind sogar die wichtigsten Energien überhaupt in unserem geistlichen Leben.

Lass` dich erneuern und zieh` noch viele mit in dem Vertrauen auf Gottes Wort, dem Glauben an Jesus Christus und dem Hoffen auf Seine baldige Wiederkunft!

Denn: „Maranatha – der Herr kommt bald – vielleicht heute!“

Hebr 10,35-37: „So werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat! Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll und wird nicht auf sich warten lassen.“