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November 2016 –
Gesundes Wachstum

Gesundes Wachstumvon Tim Schöler

Text: Psalm 1,1-3

Die Bibel gebraucht häufig Bilder aus der Pflanzenwelt um uns geistliche Wahrheiten verständlich zu machen. Ein Beispiel für so einen Vergleich finden wir im ersten Psalm. Dort zieht Gottes Wort die Parallelen zwischen einem kraftvollen Baum und dem Gottesfürchtigen.

Ps. 1,1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

Ps. 1,2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.

Beim Lesen dieses Verses kommen mir unsere Bibelschüler vor Augen, wie sie eifrig ihre Repi-Verse lernen. (Repi= Repitition / Bibelverse auswendig lernen)

Wahrscheinlich werden sie nicht Tag und Nacht damit beschäftigt sein Bibelverse auswendig zu lernen, dennoch verbringen sie dadurch viel Zeit damit über Gottes Wort nachzudenken und es besser kennenzulernen.

Was für eine gewaltige Zusage gibt Gott demjenigen, der sich intensiv in sein Wort vertieft!

Ps. 1,3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.

Es gibt hier kein „Vielleicht“ oder „Eventuell“, „unter gewissen Umständen“, sondern die feste Gewissheit: der ist wie ein Baum…

Auch in dem Propheten Jeremia finden wir eine Parallelstelle mit einem ähnlichen Wortlaut.

Jer. 17,7 Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Zuversicht der HERR geworden ist!

Jer. 17,8 Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün; auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen, und er hört nicht auf, Frucht zu bringen.

Und auch unser Herr Jesus selbst gebraucht im Neuen Testament ein Bild aus der Pflanzenwelt um das gesunde Glaubenswachstum zu beschreiben.

Joh. 15,4 Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Joh. 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Anhand dieser Beispiele wird schon deutlich, wie häufig die Bibel das Bild eines Baums bzw. einer Pflanze gebraucht, um uns wichtige geistliche Prinzipien zu lehren.

Drei Dinge können wir aus diesen Bibelversen für unser persönliches Glaubensleben lernen.

1. Gepflanzt am richtigen Platz

Damit eine Pflanze gut heranwachsen kann, braucht sie einen guten Platz, an dem sie ihre Wurzeln eingraben kann. Sie braucht einen guten lockeren Mutterboden mit ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung. Es geht also um die Verbindung, d.h. am richtigen Ort gepflanzt zu sein, damit die Wurzeln alles Lebenswichtige sammeln können. Wer die Nähe zu Gott sucht, der wird beschrieben als:

Ps. 1,3 …gepflanzt an Wasserbächen

Jer. 17,8 …der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt

Wer bei Gott ist, der sitzt an der Quelle. Für uns hier im Sauerland ist eine grünende Landschaft selbstverständlich. Wir beklagen uns eher über zu viel anstatt über zu wenig Regen.

Wer schon mal in Israel war, in dem Land, in dem diese Bibelstellen verfasst wurden, der sieht, wie notwendig Wasser ist. In einem Land mit wenig Niederschlag wird der Unterschied zwischen einem Baum am Bach und einem Baum, der weit weg vom Wasser gepflanzt ist, sehr schnell deutlich. Nur an Stellen mit genügend Wasser blüht alles auf.

Es geht also darum, die Verbindung zu wahren. Das muss unsere oberste Priorität sein: die Verbindung und Gemeinschaft mit Jesus zu pflegen!

Joh. 15,4… Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt,…

Wir müssen unsere Wurzeln tief ins Wort Gottes ausstrecken. Daher können wir für unsere Seele lebenswichtige Nährstoffe und belebendes Wasser ziehen!

Lass dich durch diese Verse ganz neu ermutigen täglich die Gemeinschaft mit deinem Herrn zu suchen und das Bibel lesen und Beten zu pflegen!

2. Frucht bringend

In der Pflanzenwelt können wir einen Automatismus entdecken. Wenn die Pflanze die richtigen Nährstoffe und das nötige Wasser bekommt, bringt sie in der Regel Frucht. Wenn ich eine gute Ernte haben will, muss ich als Gärtner dafür sorgen, dass beides in ausreichender Menge vorhanden ist.

Genauso spricht die Bibel hier von einem Automatismus: Wer die Verbindung zum Herrn pflegt, der bringt Frucht.

Die Frucht, die Gott in uns wirken möchte, ist zuerst eine Veränderung unseres Charakters.

Gal. 5,22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Jesus hatte alle diese Charaktereigenschaften in Vollkommenheit. Die Frucht des Geistes ist, dass der Charakter Jesu in uns sichtbar wird.

Aus diesem veränderten Charakter entsteht natürlich auch ein verändertes Verhalten. Aber wann wird diese Frucht sichtbar?

Ps.1,3 …der seine Frucht bringt zu seiner Zeit…

Wir müssen dem eigenen und auch dem geistlichen Wachstum anderer Zeit geben und geduldig sein! Diese Veränderungen sind ein Wachstumsprozess, der nicht von heute auf morgen stattfindet.

Auch wenn es stellenweise lange dauert, spricht die Bibel von einer Gewissheit des beständigen Wachstums!

Jer. 17,8 …und er hört nicht auf, Frucht zu bringen…

Wenn wir bei unseren Pflanzen vergessen sie zu gießen, kann das Wachstum und auch die Frucht sehr dürftig ausfallen.

Wenn wir unsere Beziehung zu Jesus pflegen, entgehen wir fruchtleeren Zeiten.

3. Voller Leben

Wenn eine Pflanze zu wenig Wasser bekommt, wird sie nicht nur fruchtleer bleiben, sondern irgendwann auch verwelken.

Während eines Sommerurlaubs hatten wir unsere Nachbarn gebeten unsere Pflanzen zugießen. Es war eine sehr heiße Woche und leider hatten die Nachbarn vergessen sich um unsere Pflanzen zu kümmern.

Ohne Wasser konnten die Pflanzen der Hitze nicht standhalten und sind vertrocknet. Was sagt die Bibel über diejenigen, die ihr Vertrauen auf Gott setzen und in der Abhängigkeit zu ihm leben?

Ps. 1,3 …und seine Blätter verwelken nicht,…

Jer. 17,8 …der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün; auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen…

Wenn eine Pflanze genügend Wasser bekommt, kann sie auch Hitze aushalten und die Sonne ist dann auch ein entscheidender Wachstumsfaktor.

Auch in schweren Zeiten bleiben unsere Verbindung zum Herrn und die Versorgung durch ihn bestehen. Deshalb müssen wir unter den Herausforderungen nicht verwelken!

Unter den Belastungen können wir sogar noch stärker werden.

Wenn ein Baum regelmäßig dem Wind ausgesetzt ist, wird er seine Wurzel immer tiefer eingraben und dadurch immer standfester werden.

Auch unser Herr Jesus setzt uns so manchen Schwierigkeiten aus, damit wir dadurch in unserem Vertrauen zu unserem Herrn fester und standhafter werden. Unser Herr möchte ein gesundes Wachstum in unserem Leben wirken, deshalb:

1. Sei gepflanzt in Jesus

2. Dann wirkt er viel Frucht in dir

3. Erlebe wie du auch in schweren Zeiten voller Leben sein kannst