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November 2017 –
Nach welcher Lebensregel lebst Du?

von Udo Schreck

Matthäus 7, 12 – 14

Überall beobachten wir Menschen, die mit Kopfhörern herumlaufen, um ihre Lieblingsmusik zu hören.
Sie hören stundenlang nur die Musik, die ihnen gefällt, dank Smartphone ist das gut möglich.
Gleichzeitig schirmen sie sich gegen alles andere in ihrer Umgebung ab.
Schwierig ist es Hilferufe, Bitten oder Anfragen zu hören und darauf zu reagieren.
Dieses „Kopfhörersyndrom“ ist zu einem Symbol unserer Zeit geworden.
Viele lassen nur das an sich herankommen, was ihnen gefällt.

Wer aber wirklich leben will, darf nicht nur seinen Lieblingsmelodien nachlaufen, weil zum Leben mehr gehört.

Was wir brauchen ist der Blick für die Menschen unserer Umgebung.
Erst wenn die Begebenheiten, Nöte, Probleme, Schwierigkeiten und Sorgen anderer um uns unser Herz erreichen, können wir ihnen ehrliches Interesse und Anteilnahme entgegen bringen.

Hierbei kann meine Reaktion nicht lauten:
Ich kann ja doch nichts ändern…!
Was geht mich das an?
Gerade heute ist es wichtig, nicht einfach dem nachzulaufen, was alle Menschen tun.

1. Wie handelst Du?

„So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch“, so heißt es im obigen Bibeltext aus dem Matthäusevangelium.

Anders formuliert lautet die Aussage: Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie!

Ein Zeichen des Christentums bedeutet aktives und gutes Handeln.
Die Art herauszufinden, ob etwas jemanden anderen gut tut, ist z. B. sich die Frage zu stellen, ob wir selbst möchten, dass ein anderer dies für uns tut.
Was würde passieren wenn dieser Vers12 überall befolgt würde?
Auf die Bereiche bezogen: zwischenmenschliche Beziehungen, Leben in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Berufswelt, in der Gemeinde, usw.
Uns dürfte das Sprichwort bekannt sein: „Was du nicht willst, das man dir tu`, das füg` auch keinem andern zu.“

Was Jesus sagt, meint:
Die Jünger sollen den Menschen alle Dienste tun, die sie selbst von den Menschen erwarten, d.h. im Grunde geht es um die Nächstenliebe.
Wir fragen uns:
Was würde ich erwarten?
Gefordert wird ein aktives Handeln!

Wem kannst du nützliche Hilfe sein?
Denke an deinen Partner, den Nachbarn, Arbeitskollegen, die Glaubensgeschwister.
Nächstenliebe in der Praxis und im Alltag zu leben ist ganz schön schwer. Da merken wir auf einmal:
Wir kommen nicht weit; wir scheitern!

Joh. 10, 7 + 9: „Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. (V.7)
Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (V.9)

Jesus selbst ist die Tür ewigen Lebens!
Hineingehen sollen wir. Es ist nicht ausreichend, nur interessiert auf die Schwelle zu treten, es erfordert eine bewusste Entscheidung als Christ zu leben. Dies geschieht durch eine Lebensübergabe an Jesus.

Die Masse der Menschen will einen Mittelweg.
Diesen Mittelweg zwischen Glauben und Unglauben gibt es aber eindeutig nicht.
Entweder bin ich gerettet oder verloren.
Entweder gehöre ich Jesus an oder ich bin noch kein Gotteskind.

2. Nach welchem Vorsatz handeln wir?

Ich muss genau wissen, welchen Weg ich gehe.
Es gibt einen schmalen Weg, auf diesem Weg bewegt sich eine Minderheit.

Wir können davon ausgehen, dass wir zu einer Minderheit gehören.

Aber dieser schmale Weg hat einen entscheidenden Vorzug:
Er führt zum Leben! Der schmale Weg beinhaltet Gemeinschaft mit Gott.

Denke doch einmal an deine geistliche Wiedergeburt.
Wir lange hat es gedauert, bis du die bewusste Entscheidung für Jesus getroffen hast?
Automatisch vollzieht sich der Weg der Jesusnachfolge nicht, sondern auf einen bewussten Entschluss kommt es an.

Dieser bewusste Entschluss ist genauso erforderlich um Nächstenliebe zu tun. Die Entscheidung für den Glauben kann mir keiner abnehmen, aber auch die Entscheidung für richtige Taten kann mir keiner abnehmen.
Wer den Weg des Glaubens und der Jesusnachfolge geht, kommt sich vor wie ein Schwimmer, der gegen den Strom schwimmt.
Aufgrund deines Glaubens an Jesus und deines Schriftverständnisses kann es dir passieren, dass dich die Leute meiden, sich über dich lustig machen, dich belächeln.
Aber der schmale Weg führt zum ewigen Leben bei Gott und Jesus Christus.
Der Eingang des ewigen Lebens ist eng.

Uns kommt es zugute, andern nur das zu tun, was wir gerne hätten, dass diese uns tun.

Dazu gehört, z.B. zu bedenken, welche Sprache du benutzt. Was für Worte du in den Mund nimmst, welche Aussprüche dir über die Lippen kommen.
Wie wir reden und was wir reden, kann uns nicht gleichgültig sein, denn mit der Sprache können wir viel bewirken.

Bedenken wir einmal folgende Aussage:
„Füge andern nicht zu, was du nicht willst, das man dir zufüge.“
Für mich zählt nicht allein mein Wohl und Vorteil, dementsprechend erwarte ich, dass mir geholfen wird und mir die Leute freundlich begegnen. Uns dürfte es schwer fallen dauernd bemüht zu sein, freundlich zu sein. Dabei denken wir an ein einfaches Beispiel:
Im Straßenverkehr gilt der Grundsatz, sich so zu verhalten, dass niemand auf der Straße Schaden zugefügt wird.
Menschen keinen Schaden zuzufügen fällt uns hierbei meistens nicht besonders schwer.
Wir erwarten Güte und Freundlichkeit, die wir von anderen erfahren möchten.
Alles nun, was auch immer ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das erweiset auch ihr ihnen ebenso.

Jesus stellt den Unterschied vor Augen.
Der breite Weg, der zur Verdammnis führt und der schmale Weg, der zum ewigen Leben führt.
Er sagt uns, woran wir erkennen können, auf welchem Weg wir uns befinden.
Ob auf dem breiten Weg der Verdammnis, oder auf dem schmalen Weg des Lebens.

Jesus unterscheidet zwei Wege. Entweder befindet sich der Mensch auf dem breiten Weg oder auf dem schmalen Weg.
Auf beiden Wegen zugleich kann niemand gehen.

3. Welchen Weg gehst du?

Wir fragen uns:
Auf welchem Wege sind wir jetzt; auf dem breiten oder schmalen?
Der breite Weg ist der, auf dem viele gehen, und der schmale Weg ist der, den wenige finden.
Wir müssen konkret wissen, auf welchem Wege wir uns befinden!
Dazu gibt es Prüfkriterien:
So müssen wir uns prüfen, ob wir ebenso gesinnt sind, ebenso reden, handeln und leben, wie die meisten Menschen in der Welt.
Und wenn wir feststellen, dass wir genau so dahinleben, wie die meisten Menschen, dann müssen wir von diesem Weg umkehren.
Nur wenige gehen den schmalen Weg, den Gottes Wort weist.

Für uns Gläubige ist wichtig, dass das Leben und die Lehre mit dem Wort Gottes übereinstimmen.
Darum prüfe dich, ob du den Willen Gottes tust, oder ob du dem Wort Gottes widerstrebst!
Auf welchem Wege sind wir? Auf dem breiten oder auf dem schmalen?
Das ist eine entscheidende Frage.
Was für ein Gedanke kommt dir in den Sinn, wenn du an deine Lebensführung denkst? Lebst du dein Leben auf dem breiten oder schmalen Weg?

Wer den breiten Weg verlässt und den schmalen Weg wählt, der findet noch immer in Christus Geborgenheit, Sicherheit, Ruhe und Frieden.
Der schmale Weg führt in das ewige Leben!

Gott will Heil und Heilung und Rettung. Jesus rettet!

Der Weg der Umkehr ist möglich.
Es ist der Wille Gottes, uns ewiges Leben zu geben.

Gott möchte, dass wir den schmalen Weg erwählen und gehen.
Nicht die Verdammnis soll für uns die Aussicht sein.
Das ewige Leben gibt uns Jesus.