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September 2016-
Türöffner – wenn Gott aufschließt

09-Türöffnervon Philipp Ottenburg

2. Mose 3,13-22

Einen Hausschlüssel, einen Autoschlüssel, einen PIN-Code für das Handy oder die Kontokarte bei der Bank, jeder hat sicher irgendeinen oder mehrere von diesen Gegenständen. Diese Gegenstände haben eine gemeinsame Funktion: Sie verschaffen einen Zugang zu etwas. Sie öffnen sozusagen Türen. Und so lautet auch das Thema: Türöffner.

Beispielsweise will ich das Kürzel: „www“ nennen, das ausgeschrieben bedeutet: „World Wide Web“. Zu Deutsch heißt das: „Weltweites Netz“. Es öffnet den Zugang, um auf Webseiten zugreifen zu können. Es handelt sich also auch hierbei quasi um einen „Zugangsverschaffer“, einen Türöffner.

Genauso soll das „www“ heute Morgen zu Ihrem persönlichen Türöffner werden. Nein, es geht uns heute nicht darum, eine Rekordmarke von besuchten Webseiten zu knacken, oder eine bestimmte Anzahl Stunden herum zu surfen.

Das konnte Mose schließlich auch noch nicht zur damaligen Zeit. Aber dennoch waren diese drei W´s schon damals zu Zeiten von Mose, sein persönlicher Code. Diese drei W´s öffneten Mose und dem ganzen Volk immer wieder Türen, die sehr schwer zu öffnen waren. Heute wollen wir uns besonders eine Tür anschauen. Diese Tür war extrem massiv, wie eine Tür zu einem Bunker.

Israel befand sich hinter einer solchen verschlossenen Tür. Nämlich in der Knechtschaft in Ägypten. Der Pharao hielt diese Tür quasi von außen gewaltsam zu! Niemand konnte entkommen. Mose erhielt deshalb den Auftrag von Gott, vor den Pharao zu treten, um als Anführer das ganze Volk aus Ägypten zu führen. Er sollte Türöffner Israels sein.

Ich weiß nicht, wo Sie in Ihrem Leben auf verschlossene Türen stoßen. Folgende Beispiele könnten zutreffen:

Vielleicht haben Sie Ideen und Vorschläge für Änderungen, welche einfach abgeschmettert werden. Oder Sie sollten vielleicht etwas ausarbeiten, bekommen es aber nicht auf die Reihe. Auch bei den Finanzen kann es zu Engpässen und verschlossenen Türen kommen. Nämlich dann, wenn Sie etwas nicht bezahlen können. Vielleicht wollen Sie Kontakt zu jemandem aus Ihrer Familie aufnehmen. Aber diese Person will nichts mehr mit Ihnen zu tun haben.

Solche verschlossenen Türen gibt es genügend. Deshalb soll dieser Türöffner „www“ auch Ihr Türöffner am heutigen Tag werden.
Wissen Sie, es ist wunderbar, dass Gott die verschlossenen Türen von Ihnen kennt, früher als Sie selber.

Genauso kannte und kennt Gott sie noch heute beim Volk Israel auch schon im Voraus. Und genau das ist das erste „W“. Gott sagt nämlich:

1. Ich weiß

2.Mose 3,19: “ Ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand.“

Der Pharao lässt Mose und das Volk nicht ziehen. Das ist Moses verschlossene Tür. Nichts zu machen! Zugekettet, zugeschweißt, abgeriegelt und dicht. Er war also genau an dem Punkt, den auch wir aus den genannten oder noch anderen Beispielen von Ihnen kennen. Im Gegensatz zu uns Menschen gibt es aber für Gott keine „bösen Überraschungen“, keine Dinge, in welchen uns manchmal sogar übel würde , weil wir so erschrecken. Nehmen wir an, Sie sind an einer wichtigen Ausarbeitung am PC und plötzlich ist das Bild schwarz – PC-Absturz.

Fassungslos versuchen Sie die Datei wiederherzustellen. Jedoch leider erfolglos. Was für eine böse Überraschung! Damit hätten Sie nie gerechnet. Bei Gott gibt es dies nicht. ER ist niemals fassungslos und überrascht. ER ist souverän und abgeklärt, ER weiß bereits jetzt, ob Ihr PC heute abstürzt. Dieses Wissen darf uns heute ruhig machen. Bei Gott sind wir geborgen und am besten aufgehoben. Auf das dürfen wir uns heute stützen, auch dann, wenn eine böse Überraschung auf uns zukommt. Wir sollten Ihn dann auch gleich um Rat fragen.
Wir dürfen in solchen Momenten tief durchatmen und uns vor Augen führen: Gott weiß es!

Deshalb, sorgen Sie sich nicht darum, was heute noch alles passieren könnte. Welche wichtigen Dinge nicht termingerecht fertig werden oder gar ganz vergessen werden. Denn Gott sagt: „Ich weiß“. Das ist das erste „W“. Aber Gott weiß es nicht nur, sondern ER wird auch aktiv! Deshalb sagt er:

2. Ich werde

2.Mose 3,20: „Aber ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen meinen Wundertaten, die ich in seiner Mitte tun will; danach wird er euch ziehen lassen.“

Wenn ein Artist im Zirkus ein Kunststück zeigt, sind alle außer sich vor Staunen, wie er das hinbekommt. Dann setzt er aber immer noch einen oben drauf, mit Feuerreifen oder wie auch immer wir uns dieses Highlight der Nummer vorstellen. Die Leute staunen immer mehr, von Minute zu Minute.

Genauso ist es bei Gott. Bei der Befreiung Israels sehen wir Gottes Kreativität. Wo Rettung notwendig ist, lässt Gott sich sehr Vieles und Gigantisches einfallen. Gott ist ein fulminanter Türöffner. Besonders dann, wenn es um die Rettung von seinem Volk und um die Rettung von Menschen geht. Zehn unterschiedliche Plagen, Manna-Regen vom Himmel, das rote Meer geöffnet zum Durchmarsch, das sind so einige imposante Beispiele.

Auch für Sie und mich hat Gott in eindrücklicher Art und Weise die Tür geöffnet. Dank Jesus Christus, seinem Stellvertretertod am Kreuz und der Auferstehung haben wir Zugang in den Himmel. Die Tür ist geöffnet.

Auch bei uns im Alltag öffnet Gott Türen. Kennen Sie das? Wenn Probleme, scheinbar nicht zu bewältigende Aufgaben, plötzlich keine Probleme mehr sind, weil jemand Ihnen hilft?

Jemand sagte mir schon mal: „Dich schickt der Himmel!“ Gerade rechtzeitig, wie ein Wunder, kam ich zur richtigen Zeit zum richtigen Ort. So öffnet Gott beispielsweise durch Mitmenschen Türen. Vielleicht erleben Sie heute auch, dass Probleme sich in Luft auflösen!

Gott öffnet manchmal auch Türen, ohne dass wir Ihm dies bewusst zuschreiben! Rechnen wir damit, auch am heutigen Tag? Das dürfen wir ganz bewusst! Scheuen Sie sich nicht, die Aufgaben zu erledigen, auch wenn es Ihnen davor graut. Mutig beginnen, das dürfen Sie! Plötzlich läuft´s. Nämlich dann, wenn Gott die Fäden in die Hände nimmt. Denn Gott sagt: „Ich werde!“ Das zweite „W“.

Er öffnet verschlossene Türen! Und das Schöne ist, Gott denkt sogar noch weiter, als nur an die unmittelbare Lage seines Volkes. Wir Menschen sehen immer nur bis zur nächsten verschlossenen Tür. Wir haben keine Ahnung, was dahinter auf uns zukommt. Bei einer Glastür sehen wir vielleicht noch einen gewissen Radius, aber auch nur einen beschränkten. Wir ahnen manchmal Dinge voraus. Aber was effektiv geschieht, wissen wir nicht.
Aber Gott weiß auch das. Bei Ihm geht es hinter der Tür weiter! Er hat einen Plan!
Diesen hatte ER auch für Mose! Diesen Plan hat ER auch für Sie!

Wichtig ist aber festzuhalten, dass Mose, auch wenn er sich selber nicht in der Lage dazu sah, Gottes Willen zu 100%. in seinem Leben tun wollte. Wollen Sie das auch? So durfte Mose erfahren, dass Gott auch hinter der verschlossenen Tür, über den Horizont hinaus die Wege ebnete und ihn versorgte. Deshalb folgte bei Mose, aber auch bei uns, das dritte „W“:

3. Ich will

Mose 3, 21: „Und ich will diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, so dass ihr nicht leer ausziehen müsst, wenn ihr auszieht.“

Wenn Gott etwas will, dann steht seinem Plan gar nichts mehr im Weg! Auch wenn es menschlich gesehen nicht danach aussieht. Da kann ein ganzes Volk gegen uns sein! Das ist doch ein Mutmacher, oder? Bei Gott ist das möglich. ER will unseren Weg ebnen!

Wir sollten also unsere Vorhaben, Ideen und Vorschläge bei Widerständen nicht einfach streichen. Was wäre, wenn Gott genau das gebrauchen will? Bei Gott geht’s beim Stillstand erst richtig los.

Denn Gott verändert nämlich manchmal Situationen um 180°. Für Gott ist dies kein Problem. Er hat alle Macht und hält alles in den Händen. Das zeigt eindrücklich auch der Prophet Daniel auf:

Daniel 2,20-22: „Daniel begann und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. Er führt andere Zeiten und Stunden herbei, er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen den Verstand. Er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist und bei ihm wohnt das Licht.“

Und so drehte Gott auch hinter der Tür des Volkes Israel den Spieß um. Das Volk Israel konnte ausziehen und wurde durch die Ägypter sogar noch unterstützt mit allem, was sie brauchten. Gott versorgte sie durch die einstigen Unterdrücker.

Das dürfen auch wir immer wieder erleben. Besonders dann, wenn es um die Sache Gottes geht, will ER uns versorgen, mit dem was wir brauchen. Wir dürfen uns also nicht wundern, wenn Gott uns plötzlich Menschen zur Seite stellt, welche uns kürzlich noch Gegenwind gebracht haben.

Gepriesen sei Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

AMEN