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3 Schritte zur Fülle im Dienst


von Tim Schöler

Ganz egal, ob es sich um eine große Feier oder ein kleines Treffen zu Hause handelt. Wenn das Essen nicht für alle reicht ist das peinlich für jeden Gastgeber. Niemand möchte, dass seine Gäste mit hungrigem Magen nach Hause gehen.

Auch die Bibel erzählt von Situationen, in denen das Essen knapp wurde. Im Bibel Fokus geht es um die Witwe aus Zarpat und die Jünger von Jesus. Wir werden sehen, wie Jesus ihren Mangel in Fülle verwandelt.

Unser Thema heißt: 3 Schritte zur Fülle im Dienst

Diese 3 Schritte sind vielleicht ganz anders als wir es erwarten. Im Plan Gottes soll die Witwe von Zarpat den Propheten Elia mit Wasser und Brot versorgen.

Das war eine herausfordernde Aufgabe. Es war gerade Dürrezeit und es hatte schon lange nicht geregnet. Mit einer kleinen Bitte wird sie mit ihrem Auftrag konfrontiert.

1.Kö.17,10b-11: ” Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann! Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit!”

1. Schritt zur Fülle: Erkenne deinen Auftrag

Auch die Jünger Jesu erhalten eine ähnlich herausfordernde Aufgabe. Viele Menschen waren um Jesus versammelt. Sie alle wollten seine Reden hören und Heilung erleben. Als es Abend wird gibt Jesus seinen Jüngern eine Aufgabe.

Mt.14,16b: “…Gebt ihr ihnen zu essen!”

Als Christen haben wir auch einen Auftrag bekommen. Wir sollen die Menschen in unserem Umfeld versorgen. Sie brauchen dringend das Brot des Lebens: Jesus Christus selber.

Unsere Aufgabe ist es ihnen das Evangelium zu bringen und wenn sie schon an Jesus glauben, sollen wir ihnen helfen in der Nachfolge zu wachsen. Manchmal gehört dazu auch ganz praktische Hilfe. Dieser Auftrag fordert uns heraus.

Mit der Bitte Elias konfrontiert, schaut die Witwe aus Zarpat auf ihre Möglichkeiten. Sie kommt zu einem ernüchternden Urteil.

1.Kö.17,12: ” Sie aber sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben! “

Nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl und ein wenig Öl und etwas Feuerholz. Ihre ernüchternde Analyse lautet: Es reicht nicht!

2. Schritt zur Fülle: Erkenne deine Möglichkeiten

Den Jüngern Jesu geht es ähnlich wie der Witwe. Auch ihr Auftrag ist groß und herausfordernd. Es werden 5000 Personen gezählt. Ihnen allen sollen sie etwas zum Essen geben. Auch sie schauen auf ihre Möglichkeiten.

Mt.14,17: “Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische.”

Geht es uns nicht oft genauso? Wir schauen auf unsere Aufgaben in Familie, Arbeit und Gemeinde. Unser Ziel und unser tiefer Wunsch ist es, alles zur Ehre Gottes zu tun. Und doch stoßen wir immer wieder an unsere Grenzen.

Dabei kommen uns die Menschen in den Sinn, die uns Gott in den Weg gestellt hat. Wir sehen ihre Probleme und möchten ihnen gerne helfen. Doch wir spüren, dass unsere Zeit, unsere Kraft und unsere Möglichkeiten begrenzt sind. Egal, wie sehr wir uns anstrengen, Menschenherzen können wir nicht verändern.

Jesus führt seine Diener ganz bewusst in solche Momente. Dort erleben wir, dass unsere Kraft nicht ausreicht. Und wir erfahren unsere Abhängigkeit von Jesus.

3. Schritt zur Fülle: Erkenne deine Abhängigkeit

1.Kö.17,14: ” Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der HERR es auf den Erdboden regnen lassen wird!”

Gott verwandelt den Mangel in Fülle. Der Mehltopf und der Ölkrug reichen aus um Elia, die Witwe und ihren Sohn für viele Tage zu ernähren.

Auch die Jünger erleben, wie Gott das Wenige, das sie haben, gebraucht. 5 Brote und 2 Fische reichen für 5000 Menschen. Am Ende bleiben noch 12 Körbe übrig. Das ist göttliche Mathematik.

Was mussten sie tun um das göttliche Eingreifen zu erleben? Sie mussten Vertrauen, dass Gott menschlich Unmögliches möglich macht.

Sie mussten einfach anfangen, das Wenige, das sie haben, für Gott einzusetzen.

Die Witwe musste dem Elia aus der Handvoll Mehl und dem wenigen Öl ein Brot backen. Die Jünger mussten anfangen die Brote und Fische auszuteilen.

Kann Gott auch heute noch das Wenige, das wir haben, wirklich gebrauchen? Das werden wir nur erleben, wenn wir es für ihn einsetzen.

Das ist immer ein Vertrauensschritt. Aber so läuft es bei Gott nun mal. Es kommt immer erst der Glaube und dann das Sehen. Erst das Vertrauen und danach das Staunen über das, was Jesus tut!

Hier noch mal die Zusammenfassung unseres Themas,

3 Schritte zur Fülle im Dienst

1. Erkenne deinen Auftrag

Der Herr rüstet seine Diener für seinen Auftrag aus!

2. Erkenne deine Möglichkeiten

Wir haben einen himmlischen Auftrag, aber unsere Möglichkeiten sind irdisch und begrenzt.

3. Erkenne deine Abhängigkeit

Der Weg zur Fülle im Leben und im Dienst geht immer über Jesus Christus! Er allein kann uns die Fülle geben.

2.Kor.9,8: ” Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk,..”