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3x besser leben | März 2022


von Rocco Grämmel

Stichworte wie Lebensqualität, Ausgeglichenheit oder Glücklich-Macher tauchten auf als ich online nach „besser leben“ gesucht habe. Und ich fand zahllose Ratgeber, wie man mit ein paar Tipps diese Ziele erreichen soll.

Da wurde mir wieder deutlich, wie groß die Sehnsucht nach einem erfüllten, guten Leben bei jedem Menschen ist. Und es ist gut sich Rat zu holen, damit man gute Entscheidungen trifft und dann tatsächlich besser leben kann.

Im großen, göttlichen Allround-Ratgeber für den Alltag, den Sprüchen, möchte Gott uns für alle Lebensbereiche Klugheit vermitteln.

Ich habe drei dieser Tipps zum besser Leben für die Andacht ausgewählt. Aber ich hoffe, dass du auf den Geschmack kommst und in den Sprüchen weiteren Rat suchst.

Lass unser Gebet sein:
HERR Jesus, mach mich jetzt ein bisschen klüger, damit ich besser leben kann.

1. Besser umsichtig

Spr 19,2: (Neues Leben Bibel) “Eifer ohne Wissen ist nicht gut; ein Mensch, der es allzu eilig hat, verfehlt leicht den richtigen Weg.”

Bist du beim Einkauf im Supermarkt schon einmal losgerannt um alles schnell zu erledigen und hast dann am Ende gemerkt, dass von ganz vorne noch etwas fehlt? Oder bist Du schon mal vor lauter Eile über deine Füße gestolpert? Darum sagen wir schon den Kindern: “Mit der Schere in der Hand wird nicht gerannt.”

Dieses Bild wird hier als Beispiel für alle Entscheidungen unseres Lebens gebraucht. Eifrig zu sein und möglichst viel schaffen zu wollen ist gut. Aber hastig und unüberlegt zu handeln ist gefährlich. So lautet die Warnung hier: „verfehlt leicht den richtigen Weg“.

Es kann eben ganz leicht und schnell passieren, dass man die falsche Richtung einschlägt und die falsche Entscheidung trifft.

Woran fehlt es?

Es fehlt an „Wissen“ heißt es da. Das Nachdenken fehlt. Es ist eben gut umsichtig zu sein, d.h. erst zu überlegen und dann zu handeln. Denn ein Verlaufen beim gehetzten Einkaufen lässt sich noch leicht korrigieren, aber eine folgenreiche Entscheidung unseres Lebens in der Regel nicht mehr.

Es braucht das richtige Verhältnis von Fleiß und Nachdenken. Jürgen Fischer schreibt in seiner Auslegung zu den Sprüchen treffend:
„Der Faule tut zu wenig und der Hastige denkt zu wenig. Der Fleißige arbeitet ausreichend und denkt nach, bevor er loslegt.“

Dieses Prinzip gilt z.B. im Rettungsdienst, wie ein DRK-Leiter erklärt: „Am Einsatzort komme es auch im Notfall auf Ruhe und Gelassenheit an[…]. Es gilt: ‚Besonnenheit geht vor Schnelligkeit‘. An die Einsatzstelle wird nie gesprintet.“

Bist du aktuell umsichtig oder hast du dich in etwas verzettelt? Dann ist jetzt ein guter Moment innezuhalten und dann die weiteren Schritte überlegt zu wählen.

Wer erst denkt und dann handelt, wird umsichtig und besser leben. 

2. Besser diszipliniert

Spr 25,28: (Neues Leben Bibel) “Ein Mensch ohne Selbstbeherrschung ist so schutzlos wie eine Stadt mit eingerissenen Mauern.”

Heute sind Stadtmauern meistens nur noch schöne Sightseeing Objekte. Eine Stadt, die in der damaligen Zeit keine Mauern hatte, war ein gefundenes Fressen für Räuber oder Plünderer. Die Bürger hatten keinen Schutz, keine Mauern und Tore, die Angreifer abhalten würden. Aber sie waren nicht nur schutzlos von außen, sondern auch von innen. Jeder, der eine Straftat in der Stadt tat, konnte problemlos fliehen.

Ebenso wirkt sich fehlende Selbstbeherrschung/ Disziplin in unserem Leben aus. Wir denken meistens, dass jemand, der unbeherrscht ist, nur anderen schadet, nein, er schadet auch sich selbst.

Denn zum einen kann jeder Impuls von außen (Worte, Bilder, etc.) ohne Hindernis, ohne Prüfung bis in unser Herz vordringen. Da hörst du etwas und schon regst du dich darüber auf. Oder du siehst etwas und musst du es sofort haben. Das kennen wir wohl alle von den Kindern an der Supermarktkasse.

Aber wie sieht es eigentlich bei dir an der Kasse aus? Oder bei der Werbung?
Kannst du dich kontrollieren oder musst du jedem Gedanken nachgeben und nachgehen?

Die andere Auswirkung ist, dass wir unbeherrscht handeln. Jeder Gedanke im Herzen wird sofort in Wort und Tat umgesetzt ohne ihn vorher zu prüfen. Und ich kenne das selbst gut, dass ich zuerst geredet und dann nachgedacht habe. Und meistens musste ich mich dann entschuldigen.

Disziplin ist also nicht nur etwas für Sportler, sondern wir alle brauchen es, um uns und andere zu schützen.

Wo fehlt dir gerade Disziplin und Selbstbeherrschung?

Wie können wir disziplinierter werden?

Glücklicherweise müssen wir das nicht allein schaffen, sondern wie schon Paulus Timotheus erinnert, ist auf unserer Seite der Geist der Selbstbeherrschung, der uns hilft.

2. Tim. 1,7: (NeÜ-Bibel) “Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Zaghaftigkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Selbstbeherrschung.”

Wer seine Gedanken und Taten kontrolliert, wird diszipliniert und besser leben.

3. Besser streitfrei

Spr. 17,14: (Neues Leben Bibel) “Einen Streit anzufangen gleicht dem Öffnen eines Dammes; deshalb lass` eine Sache lieber auf sich beruhen, bevor es zum Streit darüber kommt.”

Die Kraft und Gewalt von Wasser ist immer wieder beeindruckend, aber auch beängstigend. Wenn diese Naturgewalt losbricht, dann gibt es kein Halten mehr, wie wir gerade im letzten Jahr bei den Überflutungen trauriger Weise erleben mussten.

Genau das passiert, wenn ein Damm bricht. Mit diesem Ereignis wird hier ein Streit verglichen. Wobei Streit nicht einen Konflikt meint, d.h. wenn man gegensätzliche Meinungen oder Interessen hat, sondern wenn es eskaliert.

Und ein solcher Streit entfesselt Kräfte, die gerade in Beziehungen wie Wassergewalten alles mit sich reißen. So nimmt der Streit uns die Freude, den Frieden und hat eine Eigendynamik die wir nicht unter Kontrolle haben.

 

Wie können wir streitfrei leben?

  1. bevor es zum Streit darüber kommt.
    „Bevor“, am Anfang, lässt sich noch etwas dagegen tun. Handle frühzeitig! Überlege in kritischen Momenten genau, wohin das führt.
  2. deshalb lass eine Sache lieber auf sich beruhen,

Hör` auf und lass es auf sich beruhen. Es gilt: “Zum Streiten gehören immer zwei.”

Stell dir vor du willst dich streiten und keiner macht mit.

Sei ein Friedensstifter. Nimm dich zurück. Verschließ` den Damm, bevor das Wasser entfesselt ist. Z.B. mit Worten wie: „Ich will mich nicht streiten“, „Ich lass` dir den Vortritt“, „Wie kann ich dir helfen?“.

Wer Konflikte nicht zu Streitereien werden lässt, wird streitfrei und besser leben.

Der Herr Jesus will uns das beste Leben geben, darum gibt es uns seine Ratschläge zum besser Leben.

AMEN