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Geistlicher Kaffee | Februar 2019

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von Daniel Bachmann

Was wäre ein Tag ohne Kaffee? Bei manchen wohl ein müdes Trauerspiel. Manche Menschen funktionieren nur noch mit diesem schwarzen Gold in ihrem Blut. Andere haben andere Sachen, worauf sie am Tag nur sehr ungern verzichten. Es gibt Dinge in unserem Leben, die ein täglicher Begleiter sind. Eben so wie Kaffee.

In der Bibel finden wir zwar keine Aufforderung Kaffee zu trinken. Man sucht das Wort Kaffee vergeblich. Übrigens auch das Wort Tee. Aber umso mehr findet man das Wort Gebet oder „bitten“. Wie der Kaffee bei vielen ein Alltagsbegleiter ist, sollte es das Gebet genauso sein.

1. Gebet hat Wirkung

Gerade im Jakobusbrief ist das Gebet ein wichtiges Thema. Steigen wir mal direkt bei Jakobus 1,5 ein.

“Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.”

Wenn wir einen Kaffee trinken, dann erwarten wir auch eine Wirkung davon. Genauso dürfen wir vom Gebet Wirkung erwarten. Gebet hat Wirkung. Gerade auch dann, wenn wir ganz dringend Weisheit in einer Sache brauchen. Gott hat versprochen, dass er sehr gerne Weisheit gibt. Es ist sein ausdrücklicher Wunsch. Aber oft bitten wir um Weisheit erst dann, wenn es richtig brennt.

Gott gibt gerne, ohne Vorwurf. Er sagt nicht: „Jetzt bittet du mich schon wieder um Hilfe. Langsam solltest du es kapiert haben.“ Er sagt viel eher: „Hier mein Kind, ich gebe dir gerne. Ich gebe dir sogar mehr als du mich bittest.“ Ja, Gott denkt im Großen. Er hat den ganzen Heilsplan vor Augen. Er hat den Überblick über alles. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aber er übersieht niemals die Details. Auch wenn wir denken, dass unser Anliegen klein und unbedeutend ist.

Was auch immer bei uns ansteht, wir dürfen Gott um Weisheit bitten. Er gibt gerne. Besonders dann, wenn wir vor Herausforderungen stehen. Liest man nämlich die Verse 2-4 vorher, sieht man, dass das Gebet um Weisheit besonders für diese Zeiten gilt:

“Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.”

Wenn Schwierigkeiten da sind, gesundheitliche Probleme, Stress in der Familie, eigenes Versagen, dann darfst du Gott um Hilfe, um Weisheit, um Stärke bitten. Er wird sie dir geben! Er wird dir durch all die Schwierigkeiten durchhelfen. Ja, Gott gibt gerne von seiner Weisheit, ohne Vorwurf. Das dürfen wir in Anspruch nehmen.

2. Gebet braucht Glauben

Oftmals hängt aber die Wirkung einer Sache vom Glauben ab. Glaube ich, dass ein Kaffee Wirkung hat, oder nicht? Wenn wir an eine Wirkung glauben, dann kann selbst ein Placebo wirken. Placebos sind Medikamente, die eigentlich keine Wirkstoffe enthalten.

Ebenso hängt die Wirkung unseres Gebetes von unserem Glauben ab. Gebet braucht Glauben. Denn Jakobus setzt seinen Text in Jakobus 1,6-8 folgendermaßen fort:

“Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird,
ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen.

Diese Verse stellen uns die Frage, wie ernst es uns mit unserem Gebet ist. Sind es reine Floskeln, die wir herunterleiern? So nach dem Motto: Ich glaube an Jesus, da kann es auch nicht schaden, mal zu ihm zu beten. Glaubst du wirklich, dass Gott das erhört, was wir ihm sagen? Doch der Zweifel ist genau das, was deinem Gebet der Wirkung berauben kann.

Der Zweifel ist es, der unser Gebet nur bis zur Zimmerdecke kommen lässt. Und dann müssen wir uns auch nicht wundern, warum sich nichts tut.
Jakobus 1,7 hat es sehr deutlich ausgedrückt:

“Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird.”

Was ist jetzt, wenn wir merken dass die Zweifel einfach nicht weggehen? Wir wissen, dass sie nicht richtig sind, jedoch schaffen wir es auch nicht uns davon zu lösen. In Markus 9,14-27 steht eine Geschichte wo es genau um diesen Zweifel geht. Ein Vater bringt seinen besessenen Sohn zu Jesus. In diesem Zusammenhang sagt Jesus in Markus 9,23-24

“Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst — alles ist möglich dem, der glaubt! 24 Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr; hilf mir, [loszukommen] von meinem Unglauben!”

Dieser Vater wusste, dass in ihm so viele Zweifel waren. Er glaubte nicht an die Rettung seines Sohnes. Und doch wusste er, dass Jesus die Macht hat seinem Sohn zu helfen. So kam er trotz allem Unglauben zu Jesus. Jesus half auch. Behalte diese Verse in Erinnerung für Momente des Zweifels. Gerade dann, wenn der Zweifel droht überhand zu nehmen, dann bete Markus 9,24 mit!

Ja, genauso dürfen wir alle den Zweifel und den Unglauben vor Jesus bringen und er wird helfen. Wenn wir aber die Zweifel in unserem Herz wuchern lassen, so sagt Jakobus ganz deutlich: Wundert euch nicht, wenn euer Gebet keine Wirkung hat.

3. Gebet hat Kraft

Traust du Gott zu, dass er durch dein Gebet wirken kann? So wie beim Kaffee? Sofern man es nicht mit dem Getränk übertreibt, ist es eine Hilfe konzentrierter durch den Arbeitsalltag zu gehen. Ja, Kaffee hat Kraft.

Aber die weitaus bessere Kraftquelle ist das Gebet. Gebet hat Kraft. Der Jakobusbrief fängt mit Gebet an und hört mit Gebet auf. In Jakobus 5,16b-18 heißt es folgendermaßen:

“Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, dass es nicht regnen solle, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land; und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde brachte ihre Frucht.”

Hier wird die Macht des Gebets so richtig deutlich. Das zeigt uns der Jakobusbrief anhand vom Propheten Elia. Wenn ihr es mal im Alten Testament nachlesen wollt, könnt ihr 1. Könige 17-18 lesen. Es war gewaltig, was dieser Mann bewirkte. Denk nur mal an diesen Kraftprobe am Karmel, wo er Feuer vom Himmel fallen ließ. Genauso betete dieser Mann, dass es 3,5 Jahre lang nicht regnen sollte. Gewaltig! Doch was sagt Jakobus dazu?

“Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir.”

Dreht man das, heißt es das auch, dass du und ich genau so viel erreichen können durch unser Gebet. Bist du dir dessen bewusst? Ich kann da nur staunen über Gott. Er segnet uns mit so vielem. Und hat uns mit dem Gebet ein mächtiges Werkzeug an die Hand gegeben! Woran liegt es, dass wir nicht in der gleichen Weise wirken können? Es liegt an etwas, was wir schon angeschaut haben: Zweifel. Wir zweifeln an Gottes Möglichkeiten durch unser Leben zu wirken.

Ist es nicht so: Wir haben kein Problem zu glauben, dass Gott Wunder tut. Aber es fällt uns schwer zu glauben, dass er in unserem Leben Wunder tut. Aber eigentlich ist das blödsinnig. Das größte Wunder hat er im Leben jedes Gläubigen schon vollbracht. Nämlich an dem Zeitpunkt, wo er uns zu einem neuen Menschen gemacht hat und wir Gottes Kinder wurden.

Also, genauso wie ein Kaffee für viele ein alltäglicher Begleiter ist, so sollte es das Gebet noch viel mehr sein. Nutze das Gebet. Nutze diesen geistlichen Kaffee und staune was Gott tut!