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Gottes Grasgeflüster | Januar 2021


von Johannes Vogel

Und los geht’s: man fängt etwas Neues an und schon hagelt es Kritik von allen Seiten. Aber meistens nicht direkt und offensichtlich, sondern so von hintenherum. Kennen Sie das? Ich mag das nicht!

Klare Worte, eindeutige Aussagen – da weiß man, woran man ist.

Also vorsichtige, ganz seichte Kritik und so „ganz leichte und vage“ Andeutungen finden wir nur sehr selten in Gottes Wort. Ist Ihnen das schon mal aufgefallen?

Die Bibel spricht doch vielmehr sehr direkt zu uns Menschen. Sie redet eben nicht „durch die Blume“ zu uns, sondern sie spricht “Tacheles”.

Dabei benutzt sie immer wieder Beispiele aus der Natur um bei uns Menschen so einen „Aha-Effekt” zu erzeugen.

Wenn uns ein Licht aufgeht (also dieser „Aha- Moment”), dann ist das enorm hilfreich!

Genau da rutscht dann nämlich die Botschaft vom Kopf zum Herz.

Dort im Herzen möchte Gottes Wort unsere Gedanken, Gefühle und Pläne grundlegend verändern.

Und genau das möchte Jesus Christus: einen authentischen Glauben, der von Herzen kommt.

Darum redet Gott eben nicht „durch die Blume“, sondern über die Blumen und das Gras um damit unser Herz zu erreichen!

So sagte es z.B. schon Mose in seinem berühmten Lied:

5. Mose 32,2: ” Meine Lehre triefe wie der Regen, meine Rede fließe wie der Tau, wie die Regenschauer auf das Gras, und wie die Tropfen auf das Grün.“

Tau auf dem Gras haben wir alle schon mal gesehen – damit können wir was anfangen.

Das Wort „Gras“ kommt in der Bibel über 45x vor… und es meint nicht Drogen, sondern das grüne wachsende Zeug in unserem Vorgarten!

Dieses grüne Gestrüpp, dem wir im Sommer mit dem Rasenmäher auf die Pelle rücken, benutzt Gott, um ganz klar mit uns zu sprechen.

Also nenne ich es heute einfach mal „Gottes Grasgeflüster“!

Gottes Grasgeflüster

Kennen Sie Gottes „Grasgeflüster“?

Er sagt in der Bibel zu allen Menschen: „Ihr seid wie Gras!“

1. Wir sind Gras!

Gott benutzt das Gras als Bild, um uns klar zu machen, dass wir in seinen Augen eine Lebensspanne wie Gras haben.

Und trotzdem kümmert ER sich um uns:

Psalm 103,13-15: “Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind. Die Tage des Menschen sind wie Gras; er blüht wie eine Blume auf dem Feld;”

Dieser „Grasvergleich“ macht uns Menschen nicht wertlos.

Für Gott sind wir nicht wertloser Kompost, sondern feiner englischer Rasen, der gehegt und gepflegt wird, der aber trotzdem irgendwann stirbt!

Wenn wir diese Tatsache, unsere Vergänglichkeit, akzeptieren, kann uns das sogar die Angst vor anderen Menschen, Ansteckungen und Krankheiten nehmen.

Denn auch auf unsere Angst vor Anderen antwortet die Bibel mit „Grasgeflüster“:

Jesaja 51,12 „Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird.“

Der Vergleich mit dem Gras braucht uns auch gar nicht zu empören oder zu beleidigen. Nein, Jesus selber benutzt ihn um die Verhältnisse zwischen Gott und uns Menschen klar zustellen, denn manchmal tut es unserem kleinen Glauben ganz gut, ein wenig göttliches „Grasgeflüster“ zu hören!

Jesus sagte frank und frei heraus in:

Matthäus 6,30 „Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?“

Oswald Chambers, der schottische Missionar und Bibelschulleiter, sagte um 1910 herum:

„Man muss Gottes Wesen haben, um sich für Gras und Spatzen und Bäume zu interessieren, denn Gott hat sie geschaffen.“

Es ist große Gnade, dass uns der Vater im Himmel versorgt – und trotzdem verschont er uns nicht mit seinem klaren „Grasgeflüster“.

Auch wenn Millionen Menschen es im Alltag ignorieren, bleibt es doch ein Fakt:

Irgendwann- so kann man es mit dieser bekannten Redewendung drastisch ausdrücken – beißen wir doch alle ins Gras.

Das ist auch mein zweiter Punkt:

2. Wir beißen ins Gras

Diese Redewendung kommt eigentlich aus der Armee-Sprache, wenn jemand starb. Dann musste der Soldat, wenn er sein Leben verlor „in den Staub beißen“.

Salopp ausgedrückt meint das also für uns heute: „Wir alle müssen sterben und keiner kann sagen, wann das sein wird!“

Ob wir das wollen oder nicht, Gottes biblisches „Grasgeflüster“ ist da unmissverständlich.

1. Petrus 1,24: „Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“

John Charles Ryle, Bischof in Liverpool, schrieb um das Jahr 1880:

“Alles wird älter: Die Welt wird älter, wir selbst werden älter. Noch ein paar Sommer, noch ein paar Winter, noch ein paar Krankheiten, noch ein paar Sorgen, noch ein paar Hochzeiten und noch ein paar Abschiede – und was dann? Dann wird das Gras auf unserem Grab wachsen.”

Nichts bleibt ewig, nur Gottes Wort – und das sagt uns ganz klar: „Automatisch kommen wir nicht in den Himmel hinein!“

Jeder Mensch muss eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus und Sein Wort, die Bibel, treffen!

Wer von uns Menschen nicht anerkennt, dass er ein Sünder ist, Buße tun muss und die Vergebung durch Jesus Christus annimmt, der wird nicht in den Himmel kommen.

Und bevor Sie jetzt anfangen zu protestieren:

Laut der Bibel bekommt jeder Mensch mind. 2-3 Chancen in seinem Leben eine Entscheidung für Gott, für Jesus zu treffen:

Hiob 33, 27b- 29: „Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber er hat mir nicht vergolten, wie ich es verdiente; er hat meine Seele erlöst, dass sie nicht ins Verderben hinabgefahren ist, sodass mein Leben das Licht wieder sieht! Siehe, dies alles tut Gott zwei- oder dreimal mit dem Menschen.“

Die Entscheidung unserer Zukunft liegt also ganz in unserer, in Ihrer und meiner Hand ganz persönlich.

Was wollen wir also? Grasnarbe oder Himmel?

Das ist mein dritter Punkt

3. Unsere Zukunft: Grasnarbe oder Himmel?

Bibelignoranten und Gottesleugner hoffen nach ihrem Tod auf das große „Nichts ohne Konsequenzen“.

Sie denken, dass sie nach dem Tod nur die Grasnarbe erwartet oder sie in Ruhe die Radieschen von unten betrachten können.

Dem ist aber nicht so!

Woher ich das weiß? Ganz einfach:

Die Bibel redet genau auch zu diesem Punkt nicht um den heißen Brei herum.

In Hebräer 9,27 sagt Gottes Wort:

„Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,“

Die Wahl ist eben nicht „Grasnarbe oder Himmel“ sondern „Himmel oder Hölle!“ Das klingt ganz schön hart und ist es auch! Das Gericht Gottes ist eben keine Pseudoveranstaltung oder eine Lotterie mit Freifahrtschein.

Als ein Christ, der Jesus persönlich erfahren hat, wünsche ich Ihnen nichts mehr, als dass Sie sicher sagen können: JA, auch ich gehöre zu Jesus Christus!!! Und wenn ich heute sterbe, weiß ich, dass ich nach meinem Tod in den Himmel zu Jesus komme. Weil ich das sicher sagen kann aufgrund der Aussagen der Bibel, von Gott dem Schöpfer selber, fokussiere ich mein Leben auf Jesus Christus. ER ist der Retter, der mich heraus retten kann aus meiner so vertrackten und ausweglosen Situation. ER kann mein Heiland werden, d.h. die zerbrochen Dinge meines Lebens kann ER wieder heil machen!

Und genau deswegen möchte ich so vielen Menschen wie möglich von dieser guten Botschaft des Retters und Heilands Jesus Christus erzählen.

Da muss ich mich auch nicht vor Angst und Sorge mit tausend Dingen ablenken oder mit „Gras“ zu dröhnen – absolut nicht!

Gottes besonderes Grasgeflüster möchte uns heute aufrütteln, ja zum Nachdenken bringen.

Als wiedergeborener Christ brauche ich keine Angst vor dem Tod zu haben, sondern kann gespannt darauf sein, Jesus Christus endlich von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Und wissen Sie was? Also ich freue mich darauf!

Sie auch?

MARANATHA – unser Herr komm` und bitte heute!