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Januar 2018 –
Wag` den Glaubenschritt!

von Tim Schöler

Hebräer 11,30 & Josua 6,1-6

Das neue Jahr hat begonnen und wir fragen uns, was in 2018 alles passieren wird. Manches haben wir bereits für das kommende Jahr geplant, aber vielleicht hält es auch einige Überraschungen für uns bereit. Ganz sicher wird uns das neue Jahr wieder vor so manche Herausforderung stellen.

Die Bibel gibt uns viele Vorbilder, an denen wir lernen, wie wir in solchen Herausforderungen bestehen können.

Ich möchte Sie mit in ein Ereignis aus dem Buch Josua hineinnehmen.

Aufgrund ihres Unglaubens musste das Volk Israel 40 Jahre lang warten, bis es nach dem Auszug aus Ägypten endlich das verheißene Land betreten konnte. 40 Jahre Wüstenwanderung und jetzt im Buch Josua geht Gottes Geschichte mit Israel endlich weiter.

Wie das so ist bei neuen Aufgaben, die Probleme und Herausforderungen lassen nicht lange auf sich warten.

Nachdem die Israeliten den Jordan überquert hatten und endlich ihre Füße ins gelobte Land setzen konnten, wartete die erste große Herausforderung direkt auf sie: Die Mauern der Stadt Jericho!
Der Schlüssel zum siegreichen Bestehen war der Glaube:

Hebräer 11,30 „Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho, nachdem sie sieben Tage umzogen worden waren.“

Es war ein Glaubenssieg, der einen Glaubensschritt erfordert hat.

Zuerst möchten wir uns die Herausforderung genau anschauen, die vor Josua und dem Volk Israel stand.

1. Unüberwindbar

Wir befinden uns im 6. Kapitel des Buches Josua und der erste Vers zeichnet in wenigen Worten die scheinbar unüberwindbare Aufgabe.

Josua 6,1 „Jericho aber war verschlossen und verriegelt vor den Kindern Israels, so dass niemand heraus- oder hineingehen konnte.“

Jericho ist eine gut befestigte Stadt mit Mauern und verschlossenen Toren. Der König von Jericho hatte aus Angst vor dem Volk Israel die Stadttore verschließen lassen. Eigentlich war die Einnahme der Stadt ein Ding der Unmöglichkeit für das Volk Israel.
Schon vor 40 Jahren, als Mose die 12 Kundschafter ins Land geschickt hatte, kamen diese zu dem Urteil:

4.Mose 13,28 „ Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und groß. Und wir sahen auch Söhne Enaks dort.“

Sollten sie Recht behalten, dass das Land Kanaan uneinnehmbar ist für das Volk Israel? Vielleicht klingen uns schon so Sätze in den Ohren wie: „Das habe ich doch gleich gesagt… „

Auch wir werden im kommenden Jahr vor so mancher Herausforderung stehen. Vielleicht werden Sie an den Punkt kommen, an dem Sie sagen: „Das ist unüberwindbar, wie soll ich das nur schaffen?“

Wir möchten nicht bei den Schwierigkeiten stehen bleiben, sondern uns die Zusage Gottes anschauen.

2. Die Zusage

Das, was Gott, der Herr, Josua mit auf den Weg gibt vor dieser großen Aufgabe, ist eine Zusage.

Josua 6,2 „Und der HERR sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben.“

Gott gibt Josua das Versprechen, dass Er, der allmächtige Gott eingreifen und handeln wird.
Wir finden eine ganze Reihe von Zusagen und Verheißungen, die Gott gegeben hat. Es fängt ja schon beim Auszug aus Ägypten an.

2.Mose 3,8 „Und ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließt,“

Immer wieder hat Gott dieses Versprechen wiederholt und bestätigt. Viele Jahre hat das Volk Israel auf diesen Moment gewartet und sich vielleicht ausgemalt, wie sie siegreich ins Land einziehen.

Aber jetzt wird ganz konkret geprüft: Glaubt ihr wirklich, dass Gott euch dieses Land, angefangen mit Jericho, geben kann?

Der Einzug ins verheißene Land war keine Frage von militärischer Stärke, sondern eine Frage des Glaubens.

Über einen Glaubensschritt, der weit in der Zukunft liegt, können wir viel und lange reden. Wir können viel über die Verheißungen Gottes lesen und vieles bleibt theoretisch, weil wir gut abgesichert sind.

Aber wie sieht es aus wenn es auf einmal praktisch wird? Sind wir bereit, uns wirklich auf die Verheißungen Gottes zu verlassen und Schritte im Glauben zu tun?

Auf das Thema Mission oder Bibelschule angesprochen, hören wir häufig Antworten wie: „Wenn der Herr mich rufen würde, dann wäre ich offen für Bibelschule.“ Das kann schon mal wie eine Ausrede klingen, denn dann kann man das Thema schön vor sich her schieben. Aber was ist, wenn der Herr heute sagt: Geh`! Geh` zu deinem Nachbarn und erzähl` ihm vom Evangelium. Oder geh` auf die Bibelschule und lass dich für den vollzeitigen Dienst ausrüsten.
Unser Herr hat auch uns in seinem Wort zahlreiche Verheißungen gegeben.

1. Petrus 5,7 „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“

Was machen Sie also mit dem, was Ihnen in diesem neuen Jahr Sorgen bereiten wird und Sie von Glaubensschritten abhalten will?
Haben Sie die Zusage vor Augen: Jesus sorgt für Sie!

Bei den Versen aus Josua 6 finde ich interessant, in welcher Zeitform Gott spricht. Gott sagt nicht „ich werde“, sondern Er spricht hier von etwas Abgeschlossenem:

„…Siehe, ich habe Jericho samt seinem König und den tapferen Kriegern in deine Hand gegeben.“

Ich habe alles schon bereitgelegt und vorbereitet, du musst es nur noch einnehmen!

3. Wag` den Glaubensschritt

Gott hätte die Israeliten ja auch in ein Land ohne Feinde und befestigte Städte führen können, oder alle Probleme im Vorfeld schon lösen können, aber er handelt anders.

Wenn Gott einen Sieg schenken möchte handelt er in der Regel in Zusammenarbeit mit dem Menschen. Er hat alles vorbereitet und das Gelingen liegt allein an ihm. Aber er fordert in der Regel einen Glaubensschritt von dem Menschen. Nicht weil er etwa abhängig von unserem Glaubensschritt wäre. Nein, Gott handelt so, damit wir dadurch lernen, ihm tiefer zu vertrauen.

Wie sah die Aufforderung an Israel und Josua aus?

Josua 6,3-5 „Darum sollt ihr um die Stadt ziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum. So sollst du es sechs Tage lang tun.

Und sieben Priester sollen sieben Hörner des Halljahres vor der Lade hertragen; und am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen in die Schopharhörner stoßen.

Und wenn man das Horn des Halljahres bläst und ihr den Ton des Schopharhornes hört, so soll das ganze Volk ein großes Kriegsgeschrei erheben. Dann werden die Stadtmauern in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin!“

Josua musste nicht nur einen Glaubensschritt tun, sondern ganz viele.
Sechs Tage lang sollten sie je einmal um die Stadt ziehen und am siebten Tag mussten sie gleich siebenmal um die Stadt ziehen. Was für ein gewaltiger Glaubensschritt!

Versuchen wir uns mal in die Israeliten hinein zu versetzen. Was werden sie wohl nach der ersten Runde am ersten Tag gesehen haben, wenn sie sich die Mauern angeschaut haben? Sie haben intakte und meterhohe Mauern gesehen.

Was werden sie wohl nach der zweiten Runde am zweiten Tag gesehen haben, wenn sie sich die Mauern angeschaut haben? Sie haben intakte und meterhohe Mauern gesehen.

Und das ganze 7 Tage lang!

Sicher kamen bei ihnen Zweifel auf und sie werden sich gefragt haben, ob das eigentlich etwas bringen würde, was sie hier taten.
Das einzige was sie die ganze Zeit über in der Hand hatten, war die Zusage Gottes; ich habe sie in eure Hand gegeben!

Gerne würden wir frei von Problemen durchs Leben gehen, aber so handelt Gott nicht mit uns. Er lässt Probleme und Herausforderungen zu, damit wir durch sie wachsen!

Ich weiß nicht, was Ihr Jericho in der kommenden Zeit sein wird, aber ich möchte Ihnen Mut machen, die Aufgaben, vor die Gott Sie stellt, im Vertrauen und Glauben an IHN anzugehen!

5.Mose 31,8 „Der HERR aber ist es, der selbst vor dir hergeht, er wird mit dir sein und wird dich nicht aufgeben noch dich verlassen; fürchte dich nicht und erschrick nicht!“

Denken Sie daran, der Schlüssel zum Sieg ist immer der Glaube an unseren starken Herrn!