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Januar 2019 –
3 Schritte zum Segen

von Tim Schöler

2.Chronik1,1-13

Ein neues Jahr liegt vor uns und wir sind gespannt, welche Überraschungen es für uns bereit hält. Als Nachfolger Jesu möchten wir unsere Zeit und auch das neue Jahr nicht einfach so verleben. Sondern wir haben den Wunsch, ein lebendiges Zeugnis für Jesus zu sein.

In unserem Alltag in Beruf, Familie und Schule stoßen wir dabei immer wieder an unsere Grenzen. Zum Jahresstart möchten wir uns fragen: Wie kann mein Leben zur Ehre Gottes und zum Segen für andere werden?

Im Bibelfokus möchten wir heute einen jungen Mann bei seinem Start in einen neuen Lebensabschnitt begleiten. Nach dem Tod Davids soll sein Sohn Salomo von nun an Israel als König dienen.

Von seinem Dienstantritt können wir drei wichtige drei Schritte lernen.

3 Schritte zum Segen

Salomo versammelte bei seinem Dienstantritt das Volk in Gibeon an der Stiftshütte. Dort stand auch der Altar des Herrn, und von hier aus startet Salomo in seinen Dienst als König.

1. Gib dich Gott ganz hin

2.Chr 1,5+6: “Aber der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN, und Salomo und die Gemeinde suchten ihn [dort] auf. Und Salomo opferte dort vor dem HERRN auf dem ehernen Altar, der vor der Stiftshütte stand; und er opferte auf ihm 1000 Brandopfer.”

Der erste Schritt bei seinem Dienstantritt war das Opfer.

Auch für uns als Nachfolger Jesu ist es immer wieder wichtig, dass wir auf das Opfer in Jesus Christus zurückkommen. Natürlich bedeutet das nicht, dass immer wieder neu ein Opfer gebracht werden muss. Das Opfer Jesu hat eine ewige Gültigkeit.

Der Hebräerbrief sagt uns in Hebr. 9,12, dass Jesus mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und eine ewige Erlösung erlangt hat.
Aber es ist nötig, dass wir uns immer wieder an die Grundlage unseres Glaubens und unserer Errettung in Erinnerung erinnern.

Dort an der Stiftshütte brachte Salomo Brandopfer dar. Das waren Opfer, die ganz auf dem Altar verbrannt wurden. Sie waren ein Ausdruck für Ganzhingabe.

Unser Retter Jesus Christus gab sein Leben ganz für uns hin. Die angemessene Reaktion darauf ist, dass wir aus Dankbarkeit ihm unser Leben geben.

Der erste Schritt für ein Leben zur Ehre Gottes und zum Segen für unseren Nächsten ist, dass wir unser Leben ganz in Gottes Hand legen.

Röm. 12,1: “Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!”

Nachdem die Opfer dargebracht wurden, erlebte Salomo in der Nacht eine besondere Begegnung mit dem Herrn.

2. Steh` im Gespräch mit Gott

2.Chr. 1,7: “In jener Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll!”

Was war das für ein verlockendes Angebot? Salomo erhält hier den Gebets-Blankocheck. Ich bin mir ziemlich sicher, dass uns viele Wünsche einfallen würden, die wir bei so einer Gelegenheit vorbringen würden.

Leider haben viele Menschen die Vorstellung, dass beten wie ein Wunsch-Automat funktioniert. Nach dem Motto: ich trage Gott meine Wünsche vor und er macht dann, was ich will. Wenn man dann merkt, dass Gebet so nicht funktioniert, ist man schnell gefrustet.

Gebet ist doch viel mehr als ein herunterleiern meiner Bedürfnisse und Wünsche. Durch Gebet und Bibellesen stehe ich in einem innigen Austausch mit meinem himmlischen Vater. In diesem Gespräch offenbart mir Gott mein eigenes Herz und meine Abhängigkeit von ihm.

Bei dem Angebot Gottes an Salomo sollte seine Herzenshaltung sichtbar werden. Denkt Salomo nur an sich selbst, oder hat er das Wohl des Volkes vor Augen?

2.Chr. 1,8-10: “Und Salomo sprach zu Gott: Du hast an meinem Vater David große Gnade erwiesen, und du hast mich an seiner Stelle zum König gemacht. So lass nun, HERR, o Gott, deine Zusage an meinen Vater David wahr werden! Denn du hast mich zum König gemacht über ein Volk, das so zahlreich ist wie der Staub auf Erden. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, damit ich vor diesem Volk aus- und einzuziehen weiß. Denn wer kann dieses dein großes Volk richten?”

Salomo war sich seiner Abhängigkeit von Gott bewusst. Die neue Aufgabe ist eigentlich zu groß für ihn und er braucht dafür Weisheit von oben!

Damit wir als Nachfolger Jesu ein Leben zur Ehre Gottes führen können und zum Segen für unseren Nächsten werden, brauchen auch wir die Kraft und Weisheit von oben. Wir sind von Gott abhängig, dass Er uns immer wieder unser eigenes Herz offenbar macht und uns korrigiert.

Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in der Abhängigkeit von Gott. Und diese Abhängigkeit bringe ich im Gebet zum Ausdruck.

Salomo darf erleben wie Gott ihn segnet.

3. Erlebe den Segen Gottes

Gott stellt sich zu Salomo und gibt ihm, worum er bittet. Weil Salomos Herzenshaltung stimmt, gibt Gott ihm sogar mehr als das Erbetene.

2.Chr. 1,11+12: “Da sprach Gott zu Salomo: Weil dir das am Herzen liegt und du nicht um Reichtum, Güter und Ehre noch um den Tod deiner Feinde noch um langes Leben gebeten hast, sondern um Weisheit und Erkenntnis, damit du mein Volk richten kannst, über das ich dich zum König gemacht habe, so sei dir nun Weisheit und Erkenntnis gegeben! Dazu will ich dir Reichtum, Güter und Ehre geben, wie sie kein König vor dir gehabt hat noch nach dir haben soll!”

Gottes Anliegen war, dass sein Volk eine gute Führung und Leitung erhält und damit war Salomo voll und ganz im Willen Gottes.

Auch im Neuen Testament finden wir viele Verheißungen auf das Gebet. Wir haben wir die Zusagen, dass, wenn wir etwas im Namen Jesu bitten werden, er es uns geben möchte.

Im Namen Jesu zu beten ist keinesfalls nur eine Floskel, die ich an mein Gebet hängen kann. Im Namen Jesu beten heißt seinem Willen und seinen Absichten gemäß zu beten. Es ist Gottes Ziel, dass wir mehr und mehr seinen guten Willen erkennen und in unserem Leben übernehmen.
Gebet ist eben nicht dazu da, Gott meine Wünsche und Ziele aufzudrücken. Es geht darum, seinen Willen zu erkennen und diesem Willen gemäß zu beten. Im Gebet mache ich mich eins mit den Zielen Gottes.

Schnell kommt bei uns die Frage auf, was denn dann aus meinen eigenen Anliegen und Zielen wird?

Die Geschichte von Salomo gibt uns doch Mut Gott zu vertrauen. Der himmlische Vater gibt ihm alles, was er braucht um seine Aufgabe als König zu erfüllen und noch viel mehr.

Der Herr Jesus weiß doch genau, was wir brauchen und will es uns auch gerne geben. Als er mit seinen Jüngern über die Sorgen des Alltags spricht, gibt er ihnen folgende Zusage mit:

Mt. 6,32+33: “Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!”

Weil Salomo von Gott gesegnet wird, kann er auch für andere zum Segen werden. Was Gott ihm anvertraut hat, soll er zum Besten für das Volk einsetzen.
Auch wir können nur deshalb für andere zum Segen werden, weil wir in Jesus Christus von Gott Gesegnete sind. Alles was Gott uns anvertraut hat, sollen wir in seinem Sinne einsetzen. Es geht darum, mit unseren Gaben seine Ziele zu verfolgen und unserem Nächsten zu dienen.

Salomo ist mit Hingabe an Gott und in der Abhängigkeit von dem himmlischen Vater in seinen neue Aufgabe als König gestartet.
Am Ende dieses lehrreichen Abschnitts heißt es:

2.Chr. 1,13: “Und Salomo kam von der Höhe, die in Gibeon war, von der Stiftshütte, nach Jerusalem und regierte über Israel.”

Der neue König startet aus der Gemeinschaft mit dem Vater in seinen Dienst. Wäre es nicht schön, wenn wir im neuen Jahr das jeden Tag praktizieren würden? Wäre es nicht wunderbar, wenn wir aus der Gemeinschaft mit Gott heraus in unsere Aufgaben und Herausforderungen starten?