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Juli 2018 –
Mach mit und staune!

von Volker Koch

Fast jeder von uns hat in seinem Leben als Eltern, Großeltern, Onkel, Tante, Babysitter oder vielleicht auch im Beruf Kontakt mit Kindern.

Also hat jeder eine Ahnung davon, was es bedeutet mit Kindern zu spielen, oder?

Wenn Erwachsene mit Kindern spielen macht man entweder mit und trinkt z.B. Tee mit Teddybären, das ist dann hauptsächlich Spiel und Spaß, oder man will dem Kind helfen etwas fertig zu bekommen, das es alleine nicht hinbekommen würde. Das ist dann eine spielerische Lehrstunde.

Ein Beispiel: Wir bauen Lego! Ein Kind, vielleicht so im Alter von 6 Jahren, macht sich an einen Baukasten von Lego Technik, der laut Verpackung für 8-14 Jährige gedacht ist.

Das wird das Kind nicht alleine schaffen – also los geht’s.

  • Der Erwachsene hat den Plan und auch ein Verständnis für das Gesamtproblem.
  • Das Kind nicht, das Kind sieht einen Haufen kleiner Plastikdinger mit Löchern drin und „Nöppeln“ oben drauf.

Der Erwachsene zeigt dem Kind ein Bild mit einer kleinen Baugruppe aus wenigen Teilen und sagt: „Such doch mal dieses und jenes Teil aus dem Haufen.“ – Das Kind wird mit etwas Konzentration diese Teile liefern. Du lobst das Kind und leitest es weiter an: „Jetzt steck das mal auf das und das andere obendrauf“ usw.

Dann wird es Baugruppen geben, die du zusammenbaust ohne dass das Kind Notiz davon nimmt. Aber wenn das Kind dann mit seinen drei herausgesuchten Teilen wieder vor dir steht, kann es die drei Teile unter deiner Anleitung auf das von dir vorbereitete Teil basteln.

Am Ende steckst du die Batterie an und das Kind kann auf der Fernsteuerung eine Taste drücken und der Arm des Autokrans hebt sich. Tolle Sache!

Was hat das nun mit meinem Glauben zu tun
Sicher fragst du dich jetzt: „Und was soll das mit meinem Glauben zu tun haben“?

Gott will in unserem Leben den Plan umsetzen, den er hat. Er weiß genau, wann welche Teile wie zusammengehören und er will, dass du mitmachst. Er will, dass du dein Leben im Gehorsam lebst und er macht das möglich.

1. Was erwartet Gott von mir?

Schon beim ersten Wunder des HERRN Jesus, bei der Hochzeit zu Kana, können wir ein bestimmtes Muster erkennen, das der HERR anwendet.

Der HERR erwartet, dass die Menschen seinem Wort Folge leisten, auch wenn diese Anweisungen für sie keinen Sinn ergeben, und darauf folgt dann eine göttliche Handlung,- ein Wunder.

Das ist wie im Beispiel mit dem Lego – bring mir die drei Teile mit den vier „Nöppeln“.

Der Gehorsam im Glaubensleben bringt Wachstum im Glauben.

Johannes 2,7-12 – Die Hochzeit zu Kana

„Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenhin.
Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es hin.
Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte (und er wusste nicht, woher es war; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es), da rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten!
Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn.
Danach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort.“

Was ist da passiert?

  1. Sichtbare Folge: Der Wein war ausgegangen und da kommt Jesus und sagt, dass man die Krüge mit Wasser füllen soll. Das wird gemacht und dann schöpft man Wein aus den Krügen.
  2. Was war geistlich die Folge? (V.11) „…[ER] ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn.“
  3. Wir erkennen ein Muster: Der HERR sagt: „Füllt die Krüge mit Wasser!“. Er wirkt das Wunder und dann sagt er: „Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister!“.

Seine Jünger, die er zuvor gesammelt hatte, haben das erste Wunder gesehen und das war der Startschuss für ihr persönliches Leben in der Nachfolge. Er hat sie ausgewählt und berufen, dass sie ihm dienen sollen – so wie die Gemeinde.

Sie haben gesehen, dass der HERR die Macht hat Wunder zu tun und dass Gehorsam ihm gegenüber keine Zeitverschwendung ist, sondern gebotene Interaktion mit Gott.

Gehorsam macht aus Wasser keinen Wein, aber wenn du Gott um Wein bittest, solltest du seinen Anweisungen folgen – wie auch immer die aussehen – dann wirkt er ein Wunder! – das kann schon auch mal Wein sein.

Ein Leben im Glauben ist kein Leben in Passivität oder im vorsichtigen Abwarten, sondern ein Leben im Dialog mit Gott. Er leitet uns durch sein Wort und seinen Geist.

Der HERR bringt uns in bestimmte Situationen und sagt uns, was zu tun ist – das, was zu tun ist, muss nicht immer gleich die direkte Lösung des Problems sein.

Wie im Beispiel: Die Menschen sollten Wasser in Krüge schütten, den Wein machte der HERR.

Der Wein löst erst das Problem, aber sie sollten ihren Beitrag leisten. Die Lösung des Problems, das Wunder, wirkt allein er. Das ist Gottes Sache!

Genial! Wir sind keine Statisten Gottes, sondern er will Interaktion. Er will mit uns leben!

Ein zweites Beispiel aus der Bibel:

Johannes 6,8-11 – Die Speisung der 5000

„Da sprach einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm:
Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?
Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich setzen! Es war nämlich viel Gras an dem Ort. Da setzten sich die Männer; es waren etwa 5000.
Und Jesus nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, soviel sie wollten.“

Der Junge, der Fische und Brote dabei hatte, musste alles abgeben, was er für sich hatte. Er bekam im Überfluss zurück und wurde zum Gehilfen des HERRN.

Jesus hat nicht gesagt: „Gib mir einen Fisch und ein Brot“, – nein: „Gib mir alles“.

2. Was bedeutet das jetzt konkret für mich?

Komm und mach mit!

Vor Gott zählt nur Wahrheit. Keine Schönfärberei oder eine Darstellung deiner Person, wie du sie gerne hättest. Nur, wer sein Leben ganz vor Gott bringt, gibt ihm die Möglichkeit auch ganz in sein Leben einzugreifen.

Gott nimmt sich nicht, was du nicht geben willst. Er lässt es dir, aber das, was du nicht abgeben wolltest sind dann auch deine Probleme!

Worin besteht dieses Mitmachen?

Das Mitmachen besteht nicht darin, dass wir etwas bringen, sondern darin, dass wir gehorchen.
Er will, dass wir gehorsam sind und ganz auf ihn vertrauen.
Er will uns geben, was wir nie bringen könnten.

Glauben heißt zu vertrauen und gehorsam zu sein! Nicht auf das zu vertrauen, was wir sehen oder sowieso wissen, sondern gehorsam zu reagieren, wenn er spricht.

Wenn er sagt: „Gib mir deine Fische und deine Brote“, dann gib sie ihm und frage nicht: „Was soll ich dann essen?“

So wird seine Herrlichkeit auch in deinem Leben offenbar werden.

Mach mit und staune!

AMEN