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Juni 2018 –
Eine Axt in Gottes Hand

von Johannes Vogel

Prediger 10,9+10

So eine Axt, das ist kein Kinderspielzeug – die sollten Menschen mit Verstand und Bedacht in die Hand nehmen und gebrauchen.
Ihre Schärfe zerspaltet dickstes Holz.
Ja ganze Bäume die Hunderte von Jahren gewachsen sind, kann sie umlegen.
Haben Sie – Hast Du schon mal drüber nachgedacht, dass Du auch wie so eine Axt in Gottes Hand bist?
Ein effektives Werkzeug, mit dem Gott arbeiten möchte?
ER will, dass Du Sein Werkzeug bist und dort für IHN brauchbar bist, wo ER Dich hinstellt.
Und zwar nicht nur, wenn Du gerade meinst „Jetzt kann ER – der Herr -mich gebrauchen“ oder nur dann, wenn’s Dir gerade gut geht und Du Dich danach fühlst.
In jeder Situation einsatzbereit zu sein, das ist der eigentliche Sinn eines Werkzeuges, so einer Axt.
Packen wir’s an, nehmen wir die Axt zur Hand, denn jetzt wird gearbeitet!
Heute soll’s darum gehen, wie Du und ich, (wieder) ein einsatzfähiges Werkzeug werden, in der Hand unseres Meisters Jesus Christus.
Auf die richtige Art und Weise kommt es dabei an und deswegen schauen wir gemeinsam in die Bibel.
Wir – Du und ich -– als Werkzeuge – unterziehen uns sozusagen Gottes Instandhaltung.

Deswegen lassen wir als erstes an uns Seinen prüfenden Blick zu:

1. STUMPF geworden?

Wie kann es dazu kommen, dass ein eigentlich scharfes Arbeitsgerät stumpf wird? Das heißt mit anderen Worten, sogar nicht einsatzfähig / nicht brauchbar zu sein.
Vielleicht machen Dich Entmutigung und Sorgen stumpf – Du fühlst Dich verlassen und überfordert. Einsatzfähigkeit gleich null.
Diese Sorgen halten Dich von Deiner eigentlichen Berufung in Christus ab.
Oder vielleicht ist es Sünde in Deinem Leben, die Dir die Schärfe für die Arbeit Gottes nimmt.
Trennen Dich Neid, Bitterkeit, Unversöhnlichkeit, Geldgier oder andere Dinge von Gottes Nähe und Kraft?

Die Bibel gibt uns folgenden Rat:

Prediger 10,10
„Wenn eine Axt stumpf ist und man die Klingen nicht schleift, so muss man umso mehr Kraft anwenden; aber durch Weisheit kommt man zum Gelingen.“

Da lesen wir’s – stumpf sein kann nicht länger gut gehen.
Wir müssen unsere Klinge schleifen und schärfen lassen, um im positiven Sinne Spuren zu hinterlassen.
Deswegen müssen wir uns als Werkzeug in Gottes Hand schärfen lassen. Das schauen wir uns im zweiten Punkt an:

2. Lass Dich SCHÄRFEN

Wie können wir uns, nachdem wir stumpf geworden sind, wieder voll einsatzfähig machen lassen?
Wie werde ich weise, damit ich Gelingen habe (nach Prediger 10,10)?
Wie bekommen wir wieder Mut nach der Entmutigung?
Wie werde ich meine Sünde los – wenn ich abgestumpft bin gegenüber Gott und Seinem Reden?

Die Antwort ist so einfach und doch so immens schwer:

  • schau auf Jesus,
  • stärke Dich durch Sein Wort – das ganze Wort – und
  • nimm Seine Vergebung in Anspruch.

Das Wort Gottes – und somit ER selbst – gibt Dir die nötige Kraft, den nötigen Schliff.

Das Wort Gottes ist – wie es in Hebräer 4,12 steht – ein zweischneidiges Schwert, klar, eindeutig, messerscharf.

Hebr. 4,12 “Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.”

Was eignet sich als Schleifmesser besser für unser Leben als das Wort Gottes – die Bibel?
Sie hilft uns immer wieder neu zu erkennen, wo die Blickrichtung, die Motivation oder sogar der Weg, den wir eingeschlagen haben, geändert werden muss.

Bitte den Meister – Jesus Christus selber – um Hilfe, der Dich als Sein Werkzeug gerne gebraucht.

ER will und möchte Dich verändern, so wie es nötig ist.

Das ist manchmal nicht so einfach, und auch oft nicht so angenehm, aber dann – nach dem „Schleifprozess“ sind wir wieder einsatzfähig, um uns:

3. GEBRAUCHEN [zu] lassen

Stelle Dich dem Herrn Jesus Christus ganz zur Verfügung.
Nicht nur sonntags in der Kirche oder Gemeinde. Nicht nur, wenn Du gesehen wirst bei besonderen Ämtern oder Diensten.
Nicht nur einmal – für einen Missionstrip oder ein “Jahr für Gott” oder als Kurzzeitmissionar – alleine das Wort gefällt mir schon nicht.
Entweder ich bin Missionar oder nicht – aber nicht nur für eine kurze Zeit.

Kommen wir zurück.
Ganzhingabe, das ist eine tägliche Entscheidung vor Gott, die du und ich im Verborgenen immer wieder aufs Neue ganz bewusst treffen.
Das macht Dich und mich weise und brauchbar für unser/ Dein Leben in der Familie, im Beruf oder in der Gemeinde – eben da, wo wir gerade sind.
In Römer 12,1+2 heißt es:

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“

Das ist die Weisheit, die der Herr Dir dann schenkt – darauf kommt’s an.

Lass Dich gebrauchen von unserem Herrn Jesus an dem Platz, wo ER dich hingestellt hat oder hinstellen möchte.

Werde erfüllt mit Weisheit von oben – vom Allerhöchsten persönlich.
Und Du wirst wieder messerscharf sein für das Wirken Gottes in Deinem Leben und im Leben Deiner Mitmenschen.
Damit bald der letzte hinzugetan ist und Jesus Christus wiederkommen kann.

Bis dahin rufen wir uns zu, so wie es die ersten Christen getan haben:

Maranatha – Unser HERR komm und vielleicht heute!