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Kreislauf des Segens


von Tim Schöler

Kreislauf des Segens

Von einem Kreislauf reden wir, wenn bestimmte Mechanismen ineinander greifen, aufeinander aufbauen und sich immer wieder wiederholen. Das eine führt zum anderen und es entsteht eine Dynamik. Wir kennen zum Beispiel den Wasserkreislauf aus Verdunstung und Niederschlag.

Auch im Leben von uns Christen gibt es Mechanismen. Unsere Entscheidungen und unser Verhalten haben einfach Auswirkung auf uns, unser Glaubensleben und auch auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei stehen sich im Leben als Christ immer zwei Kreisläufe gegenüber. Das ist auf der einen Seite das fleischliche und auf der anderen Seite das geistliche Leben. Das geistliche Leben wirkt Wachstum. Dagegen führt das fleischliche Leben in eine Abwärtsspirale.

1. Gefangen in der Abwärtsspirale

1. Kor.3,3: “denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?”

Wenn Christen von einer fleischlichen Gesinnung reden meinen sie damit eine egoistische und eigensinnige Herzenshaltung. Ein fleischlicher Christ sucht nicht den Willen Gottes sondern seinen eigenen Willen. Er hat den eigenen Vorteil und die Befriedigung der eigenen Begierden vor Augen. Fleischliche Christen sind sehr auf materielle und vergängliche Dinge fixiert. Das ist für einen Christen ein trauriger Zustand. Mit so einer Herzenshaltung werden wir undankbar und unzufrieden. Es fällt uns dann schwer Gott anzubeten und zu loben. Dadurch wird unsere fleischliche Gesinnung verstärkt.

Es gibt unterschiedliche Wege, wie wir in diese Abwärtsspirale rutschen können. Ein Leben in der Sünde, Selbstgerechtigkeit, aber eben auch mangelndes Vertrauen in die Güte Gottes. Was sind die konkreten Auswirkungen dieses Misstrauens? Wir hadern mit dem Weg, den er mit uns geht und sind unzufrieden mit dem, was er uns gibt.

Das ist wie in ein negativer Kreislauf, der unsere Blicke von Gott wegzieht. Ich kenne das nur allzu gut aus meinem eigenen Leben. Wenn ich unzufrieden bin, fällt es  mir schwer zu beten. Und wenn ich bete, dann ist es ein Meckern darüber, was in meinen Augen gerade alles schief läuft. Da ist es wichtig schnell aus dieser Abwärtsspirale rauszukommen!

2. Raus aus der Abwärtsspirale

Eph.5,18-20: “Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;”

Dankbarkeit kommt nicht von alleine. Sie ist eine Entscheidung. In meinem Herzen muss der Entschluss stehen, Ich will dankbar sein. Allezeit und für alles – so wie es in unserem Vers steht. Ich entscheide mich, in allem was mir passiert die gute Hand Gottes zu suchen.

Ebenso so wenig wie die Dankbarkeit kommt auch die Anbetung nicht von alleine. Es gibt genügend Dinge die uns von der Anbetung Jesu abhalten wollen. Da hat jeder so seine eigene Liste im Kopf. Umstände und Ereignisse, bei denen es uns schwer fällt Jesus als vollkommen gut und souverän anzubeten. Dinge, bei denen wir meinen, es besser zu wissen.

Auch zur Anbetung ist eine Entscheidung notwendig. Es geht um den Herzensentschluss: Ich will Gott anbeten und loben. Ganz egal, was er gerade in meinem Leben macht. Er ist und bleibt allweise und allmächtig. Er ist gut und ihm gehört das Lob.

Diese beiden Entscheidungen führen mich in eine geistliche Haltung. Die Bibel nennt das “voll des Geistes” zu sein. Es bedeutet, dem Heiligen Geist die Erlaubnis zu geben, das eigene Leben zu bestimmen und zu verändern.

3. Rein in den Kreislauf des Segens

Eph.5,18-20: “Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;”

Diese Verse kann man auf zweierlei Weise verstehen. Die Fülle des Geistes ist eine Auswirkung/ Folge von Dankbarkeit und Anbetung. Dabei liegt der Schwerpunkt mehr auf meine Aktion. Auf der anderen Seite ist die Fülle des Geistes aber auch der Ausgangspunkt von Dankbarkeit und Anbetung ist. Dabei wird das Handeln des Geistes betont. Die Dankbarkeit, wie sie uns die Bibel beschreibt, kommt nicht aus uns selber heraus. Es ist der Heilige Geist, der uns die Kraft gibt, selbst in belastenden Situationen dankbar zu sein. Er wirkt in uns die Anbetung Gottes, selbst wenn es uns schlecht geht. Denn das ist eigentlich unmenschlich.

Ich glaube beide Lesarten sind richtig. Dankbarkeit und Anbetung führen zu einem geistlichen Leben mit einem glaubensvollen Blick auf die Ereignisse in unserem Leben. Und umgekehrt führen das Leben im Geist und eine geistliche Perspektive zur Dankbarkeit und Anbetung.

Jesus Christus möchte in uns einen Kreislauf des Segens starten. Durch den Heiligen Geist hat er uns neues geistliches Leben gegeben, das uns nach oben zieht. Wir müssen nur Ja dazu sagen! Ja Herr, ich möchte dir dankbar sein und ich möchte dich anbeten. Ganz egal, ob ich gerade verstehe, was du tust oder ob ich es nicht verstehe!

Komm` raus aus der Abwärtsspirale und komm` in den Kreislauf des Segens! Bitte Jesus um ein dankbares Herz und entscheide dich täglich Dankbarkeit zu leben.