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Sei stark und mutig! | Januar 2020

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von Volker Koch

Der Startschuss für das neue Jahr ist gefallen, das feiern wir einerseits und das ist gut so, aber am Anfang eines neuen Jahres macht man sich auch oft große Gedanken. Man überlegt: “Was liegt hinter mir und was steht mir bevor? Was kann ich ändern? Was kann ich aktiv beeinflussen und worauf werde ich reagieren müssen, ohne Einfluss nehmen zu können? Was wird mich erwarten?”

Als Christ kann man dankbar auf das zurückblicken, was der HERR im vergangenen Jahr gewirkt hat. Man kann dankbar sein, denn alle Dinge dienen uns zum Besten. Manche Baustelle ist vielleicht noch offen und wir erkennen keinen Sinn in den sichtbaren Dingen. Aber wir wissen, dass der HERR alles unter Kontrolle hat.

Als Bibelleser erkennen wir aber auch, dass wir in einer Zeit leben, die alle Merkmale der letzten Zeit aufweist. Das Böse nimmt Fahrt auf und bedrängt uns geistlich und immer mehr auch ganz spürbar und sichtbar in unserem Leben. Die Wahrheit wird zur Lüge, die Lüge zur Wahrheit und wir sind mitten drin.

Da könnte man schon den Mut verlieren. In einer vergleichbaren Situation war das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten – was wird kommen? Wie wird das alles werden?

In diesem Kontext finden wir im 5. Buch Mose und dem Buch Josua mehrere Stellen, an denen Gott direkt oder indirekt seinem Volk zuruft: „Seid stark und mutig!“

Diese Stellen kann man in drei Abschnitte unterteilen:

Sei stark und mutig,

  1. weil Gott zu seinen Versprechen steht.
  2. weil Gottes Gebote dir den richtigen Kurs vorgeben.
  3. weil Gott für dich streiten wird.

1. Sei stark und mutig, weil Gott zu seinen Versprechen steht

Josua wird Moses Nachfolger, er soll nun das Volk Israel über den Jordan hinein ins Land Kanaan führen. Große Herausforderungen stehen bevor. Genau wie am Anfang eines neuen Jahres!

Zuerst steht Mose vor dem Volk und sagt:

5. Mo. 31,6: “Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir; er wird dich nicht aufgeben noch dich verlassen!”

Dann wendet er sich Josua zu:

5. Mo. 31,7: “Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei stark und mutig! Denn du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR ihren Vätern zu geben geschworen hat, und du wirst es ihnen als Erbe austeilen.”

Das, was dem Volk bevorsteht, ist aus menschlicher Sicht ein sinnloses Unterfangen – schlicht unmöglich. Schon die Überquerung des Jordan mit Mann und Maus ist ein unlösbares Problem, von den wehrfähigen Feinden an der anderen Uferseite ganz zu schweigen.

ABER Mose gibt seinem Nachfolger hier bereits den Schlüssel zum Erfolg in die Hand! (Vers 3)

5. Mo. 31,3: “Der HERR, dein Gott, er zieht hinüber vor dir her; er selbst wird diese Nationen vor dir vertilgen, damit du sie vertreibst. Josua, er zieht hinüber vor dir her, wie der HERR geredet hat.”

Die Message war also diese: „Sei stark und mutig! Denn du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, WEIL der HERR ES ihren Vätern zu geben geschworen hat, und DAHER wirst DU es ihnen als Erbe austeilen. -> Sei stark und mutig, weil Gott zu seinen Versprechen steht.

Nach dem Tod Moses startet nun die Mission Kanaan.

Jos. 1,2: “Mein Knecht Mose ist gestorben; und nun, mach dich auf, geh über diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gebe.”

Jetzt kommt das zweite „Sei stark und mutig“.

2. Sei stark und mutig, weil Gottes Gebote dir den richtigen Kurs vorgeben

Jos 1,7+8: Nur sei sehr stark und mutig, dass du darauf achtest, zu tun nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche weder zur Rechten noch zur Linken davon ab, damit es dir gelinge überall, wohin du gehst. Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben, und dann wird es dir gelingen.

Gottes Wort sollte seinem Volk als Karte und Sextant dienen, um den richtigen Kurs zu ermitteln und dann auf dem richtigen Kurs zu bleiben.

Sie sollten das Wort Gottes als täglichen Begleiter bei sich haben, wie ein Schweizer Taschenmesser – das sollte man auch immer dabeihaben, denn dann hat man für alle Lebenslagen das richtige Werkzeug zur Hand. Sie sollten über das Wort nachsinnen und es auf ihr Leben anwenden und dann würden sie den Weg durch die Wirren des Lebens finden.

3. Sei stark und mutig, weil Gott für dich streiten wird

Vor der Belagerung von Jericho, deren Ausgang jedem bekannt ist, passiert nun eine besondere Begebenheit:

Jos. 5,13-15: “Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah: Und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, und sein Schwert gezückt in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde? Und er sprach: Nein, sondern [als] der Oberste des Heeres des HERRN bin ich jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und huldigte [ihm] und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht? Und der Oberste des Heeres des HERRN sprach zu Josua: Zieh deinen Schuh aus von deinem Fuß; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat so.

Der Herr Jesus selbst erscheint Josua und jetzt passiert etwas, das wir uns alle zu Herzen nehmen müssen. Josua sagt nicht: „Gut, dass Du da bist – ich habe mir Folgendes überlegt und nun stehe uns bei, während wir unsere Kriegspläne anwenden.“ – NEIN, Josua ordnet sich komplett dem HERRN unter.

Der Befehlshaber wird zum Befehlsempfänger!

Wenn wir unser Leben komplett dem Sieger von Golgatha unterordnen, dann ist unser Leben ein Leben, das vom geistlichen Sieg durchdrungen sein wird. Dann sind wir auf der Seite des Siegers – die zu kämpfenden Schlachten müssen zwar durchlebt werden, aber der Sieg ist bereits errungen und eine Tatsache, die unser Leben dominieren darf – wir können stark und mutig sein!

? Bist du schon auf der Seite des Siegers oder versuchst du noch aus eigener Kraft den reißenden Jordan zu überwinden und die Riesen aus dem Land Kanaan zu vertreiben? – Gib auf, stell dein Leben ganz unter die Herrschaft des Siegers über „Tod und Teufel“. Er ist aus Liebe zu dir ans Kreuz gegangen, weil er will, dass du siegst und lebst!

Das war unser letztes „Sei stark und mutig“:

Jos. 10,25: Da sprach Josua zu ihnen: Fürchtet euch nicht und verzagt nicht; seid stark und mutig; denn so wird der HERR an allen euren Feinden handeln, gegen die ihr kämpft!

Gott hat seinem Volk die Feinde in die Hände gegeben und verspricht ihnen das auch für die kommenden Kämpfe. Das ist eine Sicherheit, die wir als Kinder Gottes zum Fundament unseres Lebens machen dürfen und mit dieser Sicherheit im Herzen dürfen wir in das vor uns liegende Jahr starten.

DAHER: Sei stark und mutig,

  1. weil Gott zu seinen Versprechen steht.
  2. weil Gottes Gebote dir den richtigen Kurs vorgeben.
  3. weil Gott für dich streiten wird.

Wir dürfen in unserem HERRN stark und mutig sein, wir werden das Ziel erreichen, weil er es versprochen hat. Er gibt uns auf dem Weg durch das Leben die richtigen Leitlinien und er hat die Gegner bereits besiegt und deshalb sind die Feinde, die wir treffen, besiegte Feinde. Wir dürfen in seinem Sieg leben.

Was auch immer das neue Jahr dir bringt, Gott ruft dir zu: „Sei stark uns mutig!“

AMEN