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Sein oder nicht sein – ist das die richtige Frage? | April 2020

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von Daniel Bachmann

„To be, or not to be: that is the question.“ Auf Deutsch heißt das: „Sein oder nicht sein; das ist hier die Frage.“ Dieses Zitat stammt aus der Tragödie Hamlet, geschrieben von William Shakespeare. Die Hauptfigur Hamlet erlebt einige Schicksalsschläge und stellt sich dann die Frage, ob es nicht besser wäre sich das Leben zu nehmen. Das soll diese Formulierung „nicht sein“ ausdrücken. Die Alternative für Hamlet wäre weiterzuleben und das ganze Elend dieser Welt weiterhin zu ertragen. Ja, er würde weiterhin auf dieser Erde „sein“.

Meiner Ansicht nach hat diese Überlegung zwei entscheidende Fehler, ohne dass ich über Shakespeare urteilen möchte, der diese bekannten Worte niedergeschrieben hat. Fehler Nr. 1: Alles „Sein“ hat sowieso irgendwann ein Ende. Wenn ich nicht morgen sterbe, dann irgendwann später. Der Tod hat eine 100% Erfolgsquote. Daran müssen wir alle vorbei. Fehler Nr. 2: Wenn wir nicht mehr auf dieser Welt sind, wo sind wir dann? Wo geht’s hin? Diesen Bereich beleuchtet die Fragestellung aus Hamlet überhaupt nicht.
Wenn wir in die Bibel hineinschauen, stellen wir fest, dass die entscheidende Frage nicht „sein oder nicht sein“ ist, sondern „haben oder nicht haben“. 1. Johannes 5,12 sagt:

1. Johannes 5,12
„Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Jesus zu haben ist das einzig Entscheidende. Jesus zu haben, bedeutet an ihn zu glauben. Das wird zwei Verse vorher klar gesagt. In 1. Johannes 5,10 heißt es:

1. Johannes 5,10
„Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat.“

Wenn es um ewige Dinge geht, ist die Bibel sehr deutlich. Entweder Sie und ich haben oder wir haben nicht. Entweder gehören wir dazu oder nicht. Entweder Belohnung oder Gericht. Entweder haben wir ewiges Leben oder den ewigen Tod. Dazwischen gibt es keinen Spielraum. Das ist keine Auslegungsfrage, kein Bereich, den man deuten muss. Wenn wir die Bibel wirklich wörtlich nehmen, dann bleibt uns nur das „haben oder nicht haben.“

Haben Sie? Haben Sie Jesus Christus als ihren Herrn und Retter angenommen? Das ist eine lebensentscheidende Frage, denn nur wer Jesus hat, hat das ewige Leben. Diese zwei Dinge lassen sich nicht trennen. In Johannes 14,6 sagt Jesus selbst:

Johannes 14,6
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“

Jetzt gibt es noch die Möglichkeit sich für Jesus zu entscheiden, denn jetzt „sind“ Sie noch. Ja, Sie leben noch auf dieser Welt. Solange besteht die Gelegenheit zu wählen.

Kehren wir aber nochmals zu 1. Johannes 5,12 zurück.

„Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Interessant ist nur, dass dieser Vers auch an Menschen gerichtet ist, die sagen: „Wir haben den Sohn, denn wir haben uns für Jesus Christus entschieden.“ Das macht nämlich der darauf folgende Vers deutlich (1. Johannes 5,13):

1. Johannes 5,13
„Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr auch weiterhin an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.“

Haben oder nicht haben ist also eine Fragestellung für Gläubige! Es stellt sich nur die Frage, warum? Ich persönlich bin auf 4 Gründe gekommen. Wenn Sie genauso wie ich über die Verse nachdenken, ist es gut möglich, dass Sie noch mehr Gründe finden. Aber ich will mal meine 4 nennen.

1. Die Fragestellung „haben oder nicht haben“ macht uns demütig. Wenn wir begreifen, dass alles, was wir haben, von Jesus kommt, dann haben wir auch keinen Grund stolz auf irgendeine Leistung unsererseits zu sein. Jesus ist hat uns geschaffen. Er erhält unser Leben. Er hat uns erlöst und er hat uns befähigt. Alles haben kommt von Jesus. Wir könnten keinen einzigen Atemzug ohne ihn tun. Wenn wir diese Perspektive haben, dann sollten wir auch aufhören auf die eigene Schulter zu klopfen. Und wenn es nur innerlich geschieht. Ich weiß das von mir selbst, dass man das manchmal sehr gerne macht. Aber es ist nicht angebracht.

2. Die Fragestellung „haben oder nicht haben“ macht uns dankbar. Sind wir wirklich noch dankbar für das, was wir durch Jesus haben? Er könnte es uns auch jederzeit entziehen. Gesundheit, Wohlstand, liebe Menschen um uns… All das haben wir, mehr oder weniger. Lasst uns dankbar sein, für alles, was wir haben. Gerade in dieser Zeit erleben wir doch, wie von einem Tag auf den anderen sich alles verändern kann. Danken Sie Jesus für alles Gute, dass er Ihnen schenkt.

3. Die Fragestellung „haben oder nicht haben“, erinnert uns immer wieder an das, was wir durch Jesus haben, z.B. unser Heil. Wir haben es durch Unseren Herrn Jesus. Garantiert. Es ist nicht von uns abhängig, sondern von IHM. Gerade in Zeiten der Mutlosigkeit, der Selbstvorwürfe und der Hoffnungslosigkeit, dürfen wir uns wieder daran erinnern, was wir durch Jesus haben. Das Allerwichtigste nennt uns 1. Johannes 5,13: Ewiges Leben. Und noch vieles anderes finden wir in der ganzen Bibel verteilt. Forschen Sie in der heiligen Schrift nach, was Sie alles durch Jesus Christus haben. Ich garantiere Ihnen, Sie werden einen riesigen Schatz entdecken!

4. Die Fragestellung „haben oder nicht haben“, führt zur Folgefrage, ob es andere auch haben. Wenn ich etwas total Geniales habe und die Möglichkeit besteht, dass Andere das auch haben können, dann erzähle ich ihm doch davon. Dann schweige ich doch nicht! Angenommen ich habe ein geniales Antischuppen-Shampoo. Durch dieses Shampoo habe ich nie wieder Schuppen gehabt. Dann lerne ich jemanden kennen, der schrecklich unter Schuppen leidet. Was werde ich wohl tun? Na klar, ich erzähle ihm, dass ich ein geniales Antischuppen-Shampoo habe. Ich würde dieser Person auch sagen, wo er es bekommt.

Es gibt auch so eine Art geistliche Schuppen, die sehr schrecklich sind. Die Bibel nennt diese Art Schuppen Sünde. Es gibt dagegen auch nur ein einziges wirksames Antischuppenmittel. Es ist das Blut Jesus. In 1. Johannes 1,7 heißt es:

1. Johannes 1,7
„das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“

Wir merken, es bleibt bei dem, was in 1. Johannes 5,12 steht:

„Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“/

„Haben oder nicht haben“, das ist die richtige Frage, die letztendlich über „sein oder nicht sein entscheidet.“