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Boots on the ground – Nimm Deine geistlichen Segnungen in Besitz! (BibelFokus April 2026)

Beschreibung

Bevor ich den eigentümlichen Titel erkläre, möchte ich zwei Bibelstellen lesen, auf die meine Gedanke aufbauen:

Josua 1,3 – „Jeden Ort, auf den eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben, wie ich es Mose verheißen habe.“

Epheser 1,3 – „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus.“

Boots on the Ground – was ist denn das für ein Titel?
„Boots on the Ground“ stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und bedeutet:
„Truppen, die physisch vor Ort sind – nicht nur auf dem Reißbrett oder aus der Luft, sondern tatsächliche Präsenz auf dem Boden.“

Ich bin absolut kein Militarist, aber dieser Ausdruck passt zu Josua 1,3 wie die Faust aufs Auge.
Gottes Verheißung wartet darauf, die Füße der Israeliten, die unter der Führung Josuas das Land Kanaan betreten! „Boots on the Ground“.

Der Begriff macht deutlich:
Es reicht nicht, eine Strategie zu haben – man muss auch gehen, präsent sein, seine Füße auf das Land setzen, das man einnehmen will.

Genauso ist es im Glaubensleben:

Gott hat bereits gegeben – aber wir müssen einnehmen.
„Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten, habe ich euch gegeben.“
Was für eine Verheißung!

Aber man beachte die Reihenfolge: Gott hat „gegeben“ – und Israel muss „treten“.
Boots on the Ground.

Verheißung ist nicht gleich Besitz.
Gott versprach Israel das Land Kanaan – aber es wurde nicht automatisch ihr Eigentum. Sie mussten hingehen, auftreten, das Land im Glauben in Besitz nehmen.

So ist es auch im Leben des Christen:
Gott hat dir in Christus ein reiches Erbe gegeben (Eph 1,3) – aber du musst Schritte des Glaubens gehen, um es zu erfahren.

I. Gottes Zusage: Dein Erbe in Christus (Eph 1,3)

„… der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus.“

Es geht um Segnungen, die wir schon haben! Ist das unsere Lebensrealität? Leben wir in oder besser gesagt aus diesem Segen?

Worin besteht denn dieser Segen?

  • Kindschaft – Du bist ein Kind Gottes (Joh 1,12).
  • Sohnschaft – mit allen Rechten und nahe am Vater (Röm 8,15).
  • Ewiges Leben – eine neue Qualität des Lebens (Joh 17,3).
  • Heiliger Geist – in dir wohnend, dein Unterpfand des Erbes (Eph 1,13-14).
  • Rechtfertigung – keine Anklage mehr (Röm 5,1).
  • Vergebung – ewige Vergebung (Kol 1,14).
  • Erlösung – befreit von Sünde, Satan, Gesetz (Kol 1,13-14).
  • Versöhnung – Friede mit Gott (Kol 1,20).
  • Zugang zu Gott – jederzeit zum Thron der Gnade (Hebr 4,16).
  • Hoffnung der Herrlichkeit – die Ewigkeit mit Christus (Röm 5,2).

Warum ist das wichtig?

  • Diese Segnungen sind real, aber sie müssen bewusst angenommen werden.
  • Wie Josua und Israel – das Land war ihr Erbe, aber sie mussten kämpfen, vertrauen, Schritte gehen, ihre Füße auf das Land setzen, um es in Besitz zu nehmen.

II. Warum nehmen wir oft nicht in Besitz, was uns gehört?

  • Unkenntnis – Wir wissen nicht, was Gott gegeben hat (Hos 4,6).
  • Passivität – „Wenn Gott will, wird er schon …“ – Nein! Wir sollen im Glauben handeln.
  • Unglaube oder Furcht – wie die Kundschafter in 4. Mose 13.

Ich frage mal ganz frech in die Runde:
Welche geistlichen Segnungen kennst du? Welche erlebst du bewusst in deinem Alltag – und warum (noch) nicht?

III. Boots on the Ground – Schritte, um dein Erbe zu ergreifen

Wie „trittst“ du praktisch auf den Boden der Verheißung?

1. Erkennen

  • Lies und studiere Gottes Wort über deine Stellung in Christus (z. B. Epheser 1–3).

2. Bekennen

  • Sag im Glauben: „Das gilt für mich!“ – (Röm 10,17).
  • Dank als Ausdruck des Glaubens: „Danke, dass ich dein Kind sein darf.“

3. Anwenden

  • Lebe aus dieser Stellung – es sind mindestens 3 Aspekte, die wir in Anwendung bringen können:
    • Als Kind: Vertraue dem Vater (1Petr 5,7).
    • Als Gerechter: Sei mutig im Gebet (Hebr 4,16).
    • Als Befreiter: Sag „Nein“ zur Sünde (Röm 6,11).

4. Kämpfen

  • Es wird Widerstand geben – von Seiten des Fleisches, der Welt und dem Teufel.
  • „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an“ (Eph 6,11).

Wir finden im Buch Josua zwei Aufforderungen Gottes, die wir zusammen mit Epheser 1 auf uns anwenden dürfen, wenn es um das lebendig werden lassen unseres geistlichen Erbens in Christus geht:

Josua 18,3„Warum zeigt ihr euch so lässig, das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gegeben hat?“

Josua 1,9 Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!“

Gott hat gegeben, Gott geht mit uns – wir dürfen unsere Schritte in seine Fußstapfen stellen und unverzagt einen Fuß vor den anderen setzen.

Jetzt bist du dran. Boots on the Ground!

Amen

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