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Mein Leben das Nonplusultra – Echt jetzt? (BibelFokus November 2025)

Beschreibung

Mein Leben das Nonplusultra – echt jetzt?

„Nonplusultra“ kommt vom lateinischen „nec plus ultra“ und bedeutet „nicht mehr weiter“. Wir verbinden damit … mehr geht nicht, super, maximal toll.

Mein Leben das Nonplusultra – echt jetzt?

In der Literatur geht dieser Ausdruck wohl auf die Legende um Herakles und die Säulen des Herakles, die als die Grenzen der bekannten Welt galten. Die Grenzen dessen, was man sehen und bereisen kann.

Die Spanier haben diesen Ausspruch vor 1492 sogar auf Münzen geprägt, weil sie dachten, wir kennen die ganze Welt, wir sind das Nonplusultra, niemand kann uns jemals übertreffen.

1492 sollte sich das als Irrtum herausstellen, Kolumbus entdeckte Amerika. Die Spanier – pfiffig wie sie waren – haben die Münzen umgeprägt und fortan war darauf nur noch zu lesen „plus ultra“ – es gibt mehr.

Nonplusultra – Echt jetzt?

Leider haben die Spanier, wie wir aus der Geschichte wissen, nicht viel aus dieser Sache gelernt. Sie hielten sich – wie das für Menschen üblich ist – und das, was sie sehen konnten weiterhin für das Nonplusultra.

Wie oft leben wir genau so unser Leben? Wir kalkulieren mit dem, was wir sehen können, mit dem was wir haben. Wenn wir hier das Beste für uns herausholen, dann sind wir gut.

Wenn wir wenig haben und es uns schlecht geht, überkommt uns Verzweiflung.

Ist das, was wir sehen können, der völlige Überblick? Ist das, was wir haben alles, womit wir rechnen können?

Ist das das Nonplusultra – Echt jetzt?

Die Bibel hat dazu klare Worte zu sagen

2.Kor 4,16-18: Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Paulus sagt den Korinthern, das Nonplusultra ist nicht das Entscheidende. Nicht was wir sehen – sondern das, was wir noch nicht sehen, ist das Entscheidende und letztendlich ewig Gültige!

Seine Botschaft ist:
Nonplusultra- echt jetzt? Nein liebe Brüder und Schwestern, „plus ultra“ – es gibt mehr!

Das, was wir sehen können, ist vergänglich und steht unter dem Einfluss der Sünde.

Unser Alltag im Sichtbaren bringt uns Entmutigung, wir sündigen und leiden unter der Sünde anderer. Wir leiden unter Krankheiten, dem Alter oder materiellem Mangel.

Träume platzen, wir werden von Menschen enttäuscht und verletzt – wir fühlen, wie das alles an uns nagt, uns ein Gefühl der Abnutzung gibt und uns entmutigt. Und natürlich zerfällt auch unser Körper nach und nach. Das alles sind unsere Umstände in der sichtbaren Welt, unser äußerer Mensch.

Das gehört zum Leben, das ist ein Teil unseres Weges, den wir im Sichtbaren zu gehen haben, aber das ist nicht das Ende, denn im Inneren werden wir jeden Tag erneuert und wir bekommen dadurch einen Vorgeschmack auf die ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit.

Paulus sagt in Eph 1,3, dass wir bereits in vollem Besitz der unsichtbaren Segnungen sind. Wir bekommen täglich unsere „Ration“ himmlischen Segen von unserem Konto ausbezahlt, auf das unser Herr Jesus mit seinem Tod für uns einbezahlt hat.

Eph 1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus,

Das sollten wir täglich machen, Gott preisen, der uns in Christus so reich gesegnet hat – nicht irgendwann wird – hat und uns täglich am inneren Menschen mit Blick auf die ewige und überaus gewichtige Herrlichkeit erneuert.

Paulus erklärt den Korinthern im 2. Korintherbrief ausführlich seine Leiden, wie er angegriffen wird, aber eben auch, wie er Trost in Christus findet und wie das, was Christus getan hat, die Ursache dieser Leiden beseitigt hat. Und auch, dass eine Barriere zwischen Gott und den Menschen gibt, Versöhnung des Menschen mit Gott ist nötig. Jesus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung diese Versöhnung mit Gott erwirkt, die jeder Mensch in Anspruch nehmen darf.

Paulus formuliert das Angebot als Aufruf: „Lasst Euch versöhnen mit Gott“.

Wer diese Versöhnung angenommen hat, hat in Christus die Grenzen des Sichtbaren überwunden, die Gründe für das Leid und den Zerfall des Menschen und seiner irdischen Träume beseitigt.

Im nächsten Abschnitt nach unserem Bibeltext spricht Paulus von der irdischen Zeltwohnung, die durch eine himmlische Wohnung in einem Haus abgelöst werden wird.

Eine zeitlich begrenzte, vergängliche Unterkunft wird durch ein ewiges Zuhause abgelöst, das Paulus mit über alle Vorstellungen hinaus herrlich beschreibt.

Was wir derzeit bewohnen, ist eine Art Übergangslösung – wer beim Camping schon einmal in so einer „Dackelgarage“ ein Gewitter miterlebt hat, weiß, wovon ich rede.

Ein Zelt ist wackelig und nicht wetterfest, aber ein Zelt ist eben auch eine Wohnung, die man dabeihat, wenn man auf einer Reise ist.

Wenn man auf der Reise dem Herrn nach an den Ort ist, wohin er uns vorausgegangen ist, lebt man zeitlich begrenzt in einem Zelt. Er ist n die ewige und überaus gewichtige Herrlichkeit vorausgegangen. Er ist durch Leiden gegangen, um uns diesen Weg zu ebnen und wir gehen jetzt auch einen, oft steinigen und leidvollen Weg, aber er geht mit, er ist in uns und mit uns.

Zu seinen Jüngern sagte der Herr:

Joh 13,3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Er tröstet uns, er erneuert uns täglich und er ist vorausgegangen, um uns eine Wohnung zu bereiten und er wird uns demnächst in den Wolken entgegenkommen – vielleicht heute, um uns zu holen, um dann mit ihm für die Ewigkeit in der ewigen Herrlichkeit zu sein.

Das Nonplusultra beschreibt die Grenzen des Sichtbaren, aber das sind nicht die Grenzen der Kinder Gottes, für sie gilt PLUS ULTRA, es gibt mehr!

AMEN

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