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Woher nehmen, wenn nicht stehlen (BibelFokus August 2025)

Beschreibung

Wenn wir hier im BCB eine Veranstaltung haben, dann sollen die Leute sich anmelden – sagen wir immer wieder: Bitte meldet euch an!

Machen trotzdem nicht alle.

Ganz wichtig ist die Zahl der Anmeldungen für die Küche.

Für wie viele Leute muss gekocht werden?

Unsere Küche braucht die Zahlen, um rechtzeitig ausrechnen zu können: Was und wie viel brauchen wir und was müssen wir dafür noch bestellen?

Mit einer Riesenveranstaltung, die weit über das 30-fache an Besuchern hatte als unsere Propheticon, bei der über 400 Gäste da waren, wären wir wohl gut überfordert.

Völlig abgedreht an was man da alles denken muss.

Aber Jesus? Der macht das mal eben so spontan.

Vortrag, Krankenheilungen, Verköstigung – all inclusive.  „Hat sich so ergeben.“

5000 Männer. Dazu noch Frauen und Kinder… also so n Megaevent von weit über 10.000 Leuten.

Will dazu lesen Joh.6,1-7

„Danach fuhr Jesus über den See von Galiläa bei Tiberias. Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. Da nun Jesus die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kam, sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können? (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte.) Philippus antwortete ihm: Für 200 Denare Brot reicht nicht aus für sie, dass jeder von ihnen auch nur ein wenig bekommt!“

Ich habe die Frage, die Jesus hier in Vers 5 stellt, etwas umformuliert.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die rhetorische Frage „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“ drückt aus, dass jemand keine Möglichkeit hat, etwas zu bekommen und impliziert, dass die einzige alternative Lösung, nämlich Diebstahl, nicht in Betracht gezogen werden kann, da sie illegal und unethisch ist.

Wer mit Jesus unterwegs war, erlebte immer was.

Es gab immer wieder Überraschungen, brenzlige Situationen und Herausforderung.

Hier in unserer Begebenheit erleben die Jünger wieder eine Herausforderung.

5000 Männer und kein Essen.

Oberflächlich betrachtet scheint die Frage, die Jesus hier stellt, eine ziemlich einfache Frage zu sein.

Es war eine riesen Menge von Menschen zusammengekommen, um Jesus sprechen zu hören und sie waren weit weg von zu Hause.

Also fragte Jesus Philippus, wo sie Brot kaufen könnten, um alle zu ernähren.

Eine ziemlich einfache und logische Frage, könnte man meinen.

Nun, das würde man zumindest meinen, bis man den nächsten Satz liest, in dem es heißt, dass Jesus diese Frage stellte, um Philippus auf die Probe zu stellen, denn Jesus wusste bereits, was ER tun würde!

Jesus testet hier Philippus Vertrauen, nicht seine Logik.

Es ging Jesus nicht darum, zu sehen ob Philippus in der Lage ist zu rechnen oder ob er planen kann.

Es ging darum, zu sehen ob er Jesus mit einrechnet in seinen Plan.

Und so ist das auch in unserem Leben.

Mit Herausforderungen in unserem Leben will Jesus uns nicht zeigen, dass wir dumm und kleine Opfer sind.

ER fragt nicht was sollen wir machen, weil ER selbst keinen Plan hat.

ER will uns auch nicht scheitern und versagen sehen, während ER sich einen Ast über uns ablacht.

Sondern ER will uns zeigen, dass wir ihn brauchen.

Er will unser Vertrauen auf IHN rauskitzeln und stärken.

Er will sehen, ob wir aus den vergangenen Erlebnissen mit Jesus gelernt haben.

Philippus wusste, denke ich, nicht, dass es eine Prüfung war und versuchte verzweifelt, alles herauszufinden.

Philippus, dem das griechische Denken nahe lag, war am rechnen.

Doch egal wie er es ausrechnete, das Endergebnis stimmte einfach nicht!

Es waren einfach zu viele Menschen und zu wenig Essen.

Es war mathematisch unmöglich, diese Leute zu ernähren!

Was diese Frage so interessant macht, ist, dass es ein Test war.

Jesus stellte Philippus auf die Probe, um zu sehen was sie seiner Meinung nach in dieser Situation tun sollten.

Ja, es waren zu viele Leute da.

Ja, es gab zu wenige Mittel.

Aber würde Philippus mit Jesus rechnen?

Er hatte doch schon so viel mit Jesus erlebt.

  • Berufung durch Jesus (Joh.1)
  • Erste Zeichen und Wunder (Joh.2) Wasser zu Wein; Heilungswunder des königlichen Beamten
  • Predigt und Reisen mit Jesus
  • Jesus Autorität über Natur, Krankheit und Gesetz (Mk.1,29; Sturmstillung Mk.4,31)
  • Seine eigene Aussendung zum Predigen, Kranke heilen und Dämonen austreiben

Würde Philippus Jesus und alles, was er bisher mit IHM erlebt hatte, bei der Beantwortung der Frage berücksichtigen?

Das war der Test. Philippus versagte.

Das tun wir auch, sogar ziemlich oft!

Wir sehen die Umstände die uns umgeben und die Mittel die wir haben, oft nur mit unseren natürlichen Augen und sehen nicht mit den Augen des Glaubens.

Beim Vorbereiten bin ich auf das Beispiel von Georg Müller gestoßen.

Er gründete ein Waisenhaus ganz aus Glauben heraus.

Immer wieder kam es vor, dass sie sich mit allen Kindern zum Essen hinsetzten, ohne dass etwas auf dem Tisch stand …

Sie hatten nichts zu essen!

Eigentlich ziemlich fahrlässig, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt.

Hunderte von Kindern und kein Essen.

Trotzdem sprachen sie das Tischgebet und dankten, wobei sie aber Jesus einplanten – mit in die Rechnung einplanten..

Und sie wurden nicht enttäuscht.

Denn Gott sorgte für ihn durch einen Milchmann, der eine Panne hatte.

Oder einen Bäcker, der von Gott dazu gedrängt wurde, eine Ladung Brote zu backen und sie Müllers Waisenhaus zu geben!

Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute essen können?

Wie würden du und ich diese Frage beantworten?

Rechnen du und ich mit Jesus.

Kalkulieren wir IHN in unsere Rechnung mit rein?

Die Bibel warnt uns immer wieder an verschiedenen Stellen auf unseren Verstand zu vertrauen.

Auf Rechnungen ohne Jesus zu verzichten.

Spr 3,5-6

„Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;“ – deine Rechnungen. Sie sagt uns, dass wir viel mehr mit Jesus rechnen sollen.

„erkenne Ihn auf allen deinen Wegen (- deinen Rechnungen -)

so wird Er deine Pfade ebnen.“

Ich weiß nicht wo du gerade stehst.

Ob Jesus dir die Frage vielleicht momentan stellt: Was sollen wir tun?

Und du stehst da, rechnest, denkst und überlegst und kommst einfach auf keinen klaren Gedanken.

Dann will ich dir Mut machen: Setz Jesus in deine Rechnung ein.

Frag IHN, was jetzt dran ist.

Erinnere dich an das, was Jesus bisher schon in deinem Leben getan hat.

Welche Rechnungen ER in deinem Leben gelöst hat.

Er wird auch diese wieder lösen.

Vielleicht nicht so, wie du es dir vorgestellt hast, aber es wird gut sein.

Und dann geh mutig deinen Weg mit Jesus.

AMEN

1 Rezension für Woher nehmen, wenn nicht stehlen (BibelFokus August 2025)

Manuela Schmeer

  • 1. August 2025

Danke!!!

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