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Ein göttliches Rezept aus der Apotheke Gottes


von Johannes Vogel

Wer krank ist oder einfach ein körperliches Gebrechen hat, bekommt von allen Seiten die wohlgemeintesten Ratschläge was zu tun oder zu lassen ist. Jeder nennt einem ein anderes Rezept, und manche wirken sogar im wahrsten Sinne des Wortes „Todsicher“.

Von der einen Oma eine Ticktack Rezeptur oder was einem selber schon mal geholfen hat oder was man zuletzt in der allgemeinen Gesundheitsverunsicherungszeitschrift gelesen hat – der Apotheken Umschau also.Vielleicht helfen die Tipps und Hinweise, vielleicht aber auch nicht?

Vor allem ist doch die Frage, ob Gott in Seiner Weisheit überhaupt Heilung geben will.

Anders verhält es sich da schon mit der Gesundheit unserer Seele. Durch den Heiligen Geist gab der Apostel Paulus den Thessalonichern damals gute Seelengesundheitstipps.

Daher das dreifache göttliche Rezept aus Gottes – aus Seiner Apotheke – man könnte auch sagen der Göttliche Beipackzettel und den finden wir in 1. Thess 5,16-18:

1Thes 5,16     Seid allezeit fröhlich! – Zeit der Einnahme
1Thes 5,17     Betet ohne Unterlass! – Dauer der Einnahme
1Thes 5,18     Seid in allem dankbar; – Risiken + Nebenwirkungen

Dieses Rezept ist von unfehlbarer Wirkung, wenn es treu befolgt wird. Es hilft wenig, wenn man es nur hin und wieder, oder einmal pro Woche, oder jeden Tag, oder dreimal täglich anwendet. Der göttliche Arzt und somit der Beipackzettel sagt ausdrücklich: “allezeit, unablässig, in allem”, also ohne Unterbrechung.

Die Anweisungen des Rezeptes sind sehr einfach gehalten. Aber weil manche zu wenig daran gewöhnt sind, ist es gut, das Rezept nochmal näher zu erklären.

1. Zeit der Einnahme: “Freuet euch allezeit!”

Selbstverständlich ist da nicht gemeint:
Keep smiling ( also immer lächeln) in allen Umständen.

Aber ertappen wir uns nicht immer wieder dabei, dass unsere Freude auf den Nullpunkt sinkt. Gerade dann wenn die sichtbaren und natürlichen Spaß- und Freude-Quellen versiegen?

Wenn sich Schwierigkeiten in der Familie, im Geschäft, bei der Arbeit und im körperlichen Wohlbefinden einstellen? Was ist bei Misserfolg und Enttäuschungen? Was ist, wenn wir die Lieblosigkeit, Selbstsucht oder sogar die Bosheit der Menschen empfinden und dann die Einsamkeit uns bedrückt? O ja das ist mit Sicherheit alles ganz schön heftig und bitter.

Aber die herrlichste, tiefste und heiligste Freude ist doch die: “Freude in dem Herrn” ( so sagt es der Philipperbrief in Kapitel 3,1; 4,4).

Diese Freude kann uns niemals geraubt werden. Wenn sie uns dann doch fehlt, sind wir selbst dran schuld. Also ich allein, niemand anders, bin dafür verantwortlich.

Es ist “der Wille Gottes” der gegen mich und meinen Willen ansteht, dass ich allezeit diese göttliche Freude suche, Tag und Nacht, ununterbrochen. Sie wird sich einstellen, wenn ich “mit diesem Herzensentschluss bei dem Herrn bleibe“. Wenn ich, statt irgendeinem Buch, der Fernbedienung oder dem Smartphone, die Bibel zur Hand nehme und IHN – Jesus selber – darin betrachte. Statt irgendwohin zu gehen, —- IHM nachfolgen und mich, statt mich an ein anderes weltliches Feuer zu setzen, von der Sonne Seiner – der Liebe Gottes durchwärmen lasse.

Will ich das tun? Will ich auch in diesem Punkt Gott gehorchen?

Dazu brauchen wir jeden Tag Seine Gnade – und genau die hält ER für Dich und mich bereit! Aber da ist ja noch der zweite Aspekt- Die…

2. Dauer der Einnahme: “Betet unablässig!”

Erscheint uns diese göttliche Aufforderung nicht übertrieben / überzogen?

Wenn wir so denken, dann verraten wir damit, dass wir es gewohnt sind, in den “kleinen Dingen” des täglichen Lebens unserem eigenen Willen zu folgen. Wir laufen, reden, handeln und arbeiten, ohne es für nötig zu erachten, den Kontakt mit IHM – dem Vater im Himmel zu suchen. Nach Seinem Willen, Seiner Weisheit zu fragen und mit der Kraft Gottes zu rechnen.

Wir stellen uns selber ein ganz schlechtes geistliches Zeugnis aus, wenn wir diese Forderung aus 1.Thess.5 Vers 17, übertrieben oder überzogen finden. Für den, dem der Begriff „Abhängigkeit von Gott“ ein fremder Begriff ist, dem erscheint natürlich auch das “unablässige oder beständige Gebet” total überflüssig – ist ja klar. Obwohl doch unser Gebet ja der Ausdruck der Abhängigkeit zu unserem Vater im Himmel – zu Gott widerspiegelt.

“Eigenwille ist wie Abgötterei und Götzendienst”, so sagt Gott es zu Saul in 1.Sam.15,23.

Jesus Christus aber hat für uns gelitten und schlimmstes erduldet, dass wir “die im Fleische noch übrige Zeit nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes leben” (laut 1.Petr. 4,1.2).

Wie oft beschämen uns die Glaubensgeschwister die ganz einfachen in ihrer demütigen Abhängigkeit, in der alles, was das tägliche Leben mit sich bringt, für sie zu einem Anliegen wird. Sie bringen ganz einfach alles “durch Gebet und Flehen, mit Danksagung”, wie es in Phil.4,6 steht – im Gebet vor Gott. Zum Beispiel beten sie für den verlorengegangenen Schlüssel, den Parkplatz den sie brauchen, oder für das Sonderangebot im Supermarkt um Geld zu sparen…

Wann haben wir das das letzte Mal getan?

Die Christen die das tun, genießen dann eben auch “den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt” (so sagt es uns der Philipperbrief 4,7). Sie sind nicht nur auf sich und ihre eigenen Möglichkeiten fixiert, sondern suchen ihre Kraft und Weisheit in und bei Gott.

Aber vor allem sollten wir doch leuchtende Beispiele des vollkommenen Menschen sein, der in völliger Abhängigkeit von Gott unablässig betete (Ps. 109,4).

Deswegen auch mein dritter Punkt auf dem göttlichen Rezept Beipackzettel

3. Risiken + Nebenwirkungen: “Danksagen in allem!”

Normalerweise klingt das erstmal negativ – „Risiken und Nebenwirkungen“. Aber in Gottes Rezept ist selbst das, was auf den ersten Blick negativ erscheint dann doch positiv. Natürlich nicht immer sofort, aber der HErr kommt mit jedem an Sein Behandlungsziel! Mögen die Umstände, in denen wir uns befinden, noch so heftig sein, so haben wir doch “in allem” unendlich viele Ursachen, Gott immer wieder zu danken!!! Da fällt mir unwillkürlich dieser Vers aus Römer 8,28 ein: …das uns alle Dinge uns zum besten dienen sollen…

Unser Herr sagt in Mt 6,22+23:
“Das Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“

Richten wir also unsere Augen wie durch eine Spalte, ohne nach links und rechts abzuschweifen, auf Jesus Christus und die wunderbaren himmlischen Segnungen, die uns in IHM geschenkt sind (so sagt es uns der Epeheserbrief 1,3). Nur so wird es in uns, in unserer Seele, wieder richtig licht – so richtig hell. Unsere Seele wird dann von der Herrlichkeit Gottes erfüllt und kann lobsingen und danken. So wie ein David es in der Wüste Juda tat in Psalm 63 – da heißt es „…ich will Dich loben mein Leben lang…“ Oder auch Paulus im Kerker in Philippi in der Apg. 16 sind Beispiele dafür.

Wenn wir aber unsere Blickrichtung ändern und IHN aus den Augen verlieren – ja sogar unsere Augen bewusst verschließen – hat das verheerende Auswirkungen. Wir sehen dann oft schwarz, das heißt Finsternis breitet sich aus. Und das verleitet uns ganz schnell zum Klagen und Murren und es sät obendrein noch Misstrauen in unser Herz. Und genau damit wird Gott ja sogar selber verunehrt, wenn wir uns so als Christen verhalten.

“Danksagen in allem!” In V.18 das ist die Devise – Wer sich darin übt, wird durch die Kraft des heiligen Geistes dahin geführt werden, “für alles“, sogar für das Schwere und Heftige was uns begegnet, Gott zu danken (Eph. 5,20).

Wir dürfen ganz sicher wissen, dass Gott uns liebt und Sein Tun und Handeln vollkommen ist. Also lasst uns diese biblisch göttliche Arznei einnehmen – aber dabei nicht vergessen, dass die richtige Einnahme die Gewährleistung dafür ist, dass das Mittel auch tatsächlich wirkt!

Lies also den Beipackzettel, der von Gott selber geschrieben worden ist – die Bibel – das irrtumslose und unfehlbare Wort Gottes!!!!