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Ein weiser Umgang mit Geld | August 2019

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von Dennis Wagner

In vielen Entscheidungen spielt Geld eine wichtige Rolle.

  • Nahrung und Kleidung kaufen,
  • eine Wohnung bezahlen,
  • Zugang zu Bildung,
  • Berufswahl oder die Wahl des Arbeitgebers, der Lohn

Wir verbringen viel Zeit damit, es zu verdienen.
Wenn wir in die Welt reinschauen, stellen wir fest:

  • Geld hat schon viel Gutes bewirkt
  • Geld hat schon viel Schlechtes bewirkt

Aber IMMER steckt die Einstellung eines Menschen dahinter, was mit dem Geld bewirkt wird.
Deshalb spricht die Bibel über einen gesunden Umgang mit Geld.

Wir schauen heute in

Lukas 16,1-9
1 Jesus erzählte seinen Jüngern folgendes Gleichnis: »Ein reicher Mann stellte einen Verwalter ein, der ihm die Geschäfte führen sollte, aber schon bald kam ihm zu Ohren, dass der Verwalter ein Betrüger war.
2 Da rief er ihn zu sich und sagte zu ihm: `Was muss ich von dir hören? Mach deinen Bericht fertig, denn ich werde dich entlassen.´
3 Der Verwalter dachte sich: `Was soll ich nun tun? Hier kann ich nicht mehr arbeiten. Für schwere Arbeit fehlt mir die Kraft. Und zum Betteln bin ich zu stolz.
4 Ich weiß, was ich tun muss, damit ich viele Freunde haben werde, die sich um mich kümmern, wenn ich hier fort muss!´
5 Und er rief alle zu sich, die seinem Herrn Geld schuldeten, um ihre Lage mit ihm zu besprechen. Den Ersten fragte er: `Wie viel schuldest du ihm?´
6 Der Mann antwortete: `Ich schulde ihm hundert Fässer Olivenöl.´ Da sagte der Verwalter: `Zerreiß den Schuldschein und schreibe einen neuen über fünfzig Fässer.´
7 `Und wie viel schuldest du meinem Herrn?´, fragte er den Nächsten. `Hundert Sack Weizen´, lautete die Antwort. `Hier´, sagte der Verwalter, `nimm deine Rechnung und ersetze sie durch eine andere über achtzig Sack.´
8 Der reiche Mann konnte den unehrlichen Verwalter für seine Klugheit nur bewundern; denn die Menschen dieser Welt sind tatsächlich klüger als die Menschen, die im Licht Gottes leben.
9 Ich (Jesus) sage euch: Nutzt euren weltlichen Besitz zum Wohl anderer und macht euch damit Freunde. Damit man euch dann, wenn der weltliche Besitz zu Ende ist, in die ewigen Wohnungen aufnimmt.

Eine von vielen Gelegenheiten, an denen Jesus mit Menschen über den Umgang mit Geld und Besitz gesprochen hat.

Ihm ging es darum, dass Menschen, die an ihn glauben, so mit ihrem Geld umgehen, dass weder ihre Beziehung zu Gott noch die Beziehung zu ihren Mitmenschen auf der Strecke bleibt.

Das Wichtige ist …

Die Einstellung: Alles gehört Gott

Lk. 16,1:  “Ein reicher Mann stellte einen Verwalter ein, der ihm die Geschäfte führen sollte, …”

Der Besitz gehört nicht dem Verwalter, sondern dem reichen Mann. An dem, wie Jesus dieses Gleichnis ausführt, wird deutlich: Der irdische Besitz ist den Menschen anvertraut und es gibt einen Gott,  der über ihnen steht.

Was besitzt du wirklich?

  • Geboren: du hast nichts
  • Sterben: du kannst nichts mitnehmen
  • 80-100 Jahre wird dir etwas anvertraut!

Menschen, die an Gott glauben, sollten das Bewusstsein haben: Was ich habe ist Gottes Eigentum, das ich verwalten darf.

In Gottes Augen ist Geld ein Werkzeug …
… um zu sehen was in deinem Herzen ist:

Lk. 16,9: “Ich (Jesus) sage euch: Nutzt euren weltlichen Besitz zum Wohl anderer und macht euch damit Freunde. Damit man euch dann, wenn der weltliche Besitz zu Ende ist, in die ewigen Wohnungen aufnimmt.”

Habe den Fokus auf die Ewigkeit/ die ewigen Wohnungen:
Jesus sagte: Ich gehe hin, um euch eine Wohnung vorzubereiten. Und wer an mich glaubt, den werde ich eines Tages zu mir holen.

Das ist eine Perspektive, die über den Tod hinausgeht. Wer diesen Fokus setzt, liebt Menschen und gebraucht sein Geld.
Zeitliche Perspektive: Du liebst das Geld und du benutzt die Menschen.

An dem Handeln des Verwalters aus dem Gleichnis wird deutlich: Er liebte das Geld und benutze Menschen für seine Ziele. Zuerst den Reichen Mann, dem er das Geld veruntreut hat und dann die Menschen, denen er die Schulden senkt, damit er seinen Vorteil aus ihnen ziehen kann.

Er hat den Menschen etwas gegeben, ohne sie zu lieben.
Geben ohne Liebe funktioniert.
Aber kein Mensch kann lieben, ohne dass er etwas gibt.

Deshalb ist Geld in Gottes Augen ein Werkzeug …

… um zu sehen, ob er dir vertrauen kann

Lk. 16,10-12: ” Wer in kleinen Dingen treu ist, wird auch in großen treu sein. Und wer schon in geringen Angelegenheiten betrügt, wird auch bei größerer Verantwortung nicht ehrlich sein. Wenn ihr bei weltlichem Besitz nicht vertrauenswürdig seid, wer wird euch die wahren Reichtümer des Himmels verwalten lassen? Und wenn ihr mit dem Geld anderer Leute nicht treu seid, warum sollte man euch eigenes Geld anvertrauen?”

Unabhängig davon, ob Gott dir viel oder wenig anvertraut hat, will er sehen, ob du vertrauenswürdig umgehst mit dem, was du hast.

Wir sehen im Geld etwas Großes, etwas Erstrebenswertes – Gott sieht darin etwas Kleines und Geringes als Werkzeug zur Bewährung des Glaubens.

Wenn wir mit den Finanzen auf der Erde schon nicht treu sind, warum sollte Gott uns größere Verantwortung anvertrauen?
Ein kraftvolles Glaubensleben, das andere Menschen beeinflusst – oder anders ausgedrückt: Schätze im Himmel, die Gott uns nicht nur für eine kurze Zeit anvertrauen wird, sondern für eine ganze Ewigkeit?
Wer in kleinen Dingen treu ist, wird auch in großen treu sein.

Geld ist in Gottes Augen ein Werkzeug …

… das richtig gebraucht werden will

V.9 – Liebe Menschen und gebrauche dein Geld!

Das hat der Verwalter nicht getan. Er liebte das Geld und benutzte die Menschen für seine Zwecke.

Was genau wird denn jetzt an diesem Verwalter gelobt?

ER HAT VORSORGE GETROFFEN

V.3 – er sah, was auf ihn zukommt
V.4 – er machte einen Plan
V.5 – er setzte ihn sofort um

Den Weitblick für die Vorsorge stellt Jesus hier in den Vordergrund! Der Verwalter traf Vorsorge für die Zeit, in der er nicht mehr arbeiten kann.

Lukas 16,8: “Der reiche Mann konnte den unehrlichen Verwalter für seine Klugheit nur bewundern; (die Klugheit Vorsorge zu treffen, es geht nicht um seine Unehrlichkeit) denn die Menschen dieser Welt sind tatsächlich klüger als die Menschen, die im Licht Gottes leben.”

Genauso sollen wir Vorsorge für die Zeit treffen, die wir in der ewigen Wohnung verbringen werden – Vorsorge für die Ewigkeit.

Sehen was auf uns zukommt: Wenn ich an Gott glaube, werde ich eines Tages in die himmlische Wohnung einziehen.

Was kann ich tun? Finanzen und Besitz einsetzen, damit Menschen die Möglichkeit bekommen Jesus kennen zu lernen (christliche Bücher verschenken, Bibeln verschenken, Missionare unterstützen, usw.) Das sind Freunde für die Ewigkeit, die dich eines Tages im Himmel willkommen heißen werden.

Ich setze den Plan sofort um, nicht irgendwann.

Die Bibel zeigt uns, wie im Umgang mit Finanzen weder die Beziehung zu Gott noch unser zwischenmenschliches Miteinander auf der Strecke bleibt.

Das wichtigste ist unsere Einstellung:
“Hauptsache ich bin irgendwann im Himmel, alles andere ist mir egal” – das ist Veruntreuung von dem, was Gott uns anvertraut hat.

Natürlich leben wir auf dieser Erde, und das müssen wir auch finanzieren. Es geht nicht darum, dass wir alles abgeben sollen.
Wir dürfen uns auch Dinge gönnen und das  genießen, was Gott uns anvertraut und dafür dankbar sein.

Aber ist das Priorität Nr.1 in unserem Leben, oder der biblisch-kluge Umgang mit dem, was Gott uns anvertraut hat?

Gott fordert Rechenschaft

Der reiche Mann forderte Rechenschaft von dem Verwalter, wie Gott es eines Tages bei uns tun wird.
Wir ziehen in die himmlische Wohnung ein und Gott fordert Rechenschaft über unsere Verwaltertätigkeit auf der Erde.

Römer 14,12: “So wird also jeder von uns über sein eigenes Leben vor Gott Rechenschaft ablegen müssen.”

Was hast du mit dem gemacht, das ich dir anvertraut habe?
Es geht nicht nur um das Geld, auch um dein Wissen, deine Gesundheit, deinen Verstand, deine Freiheit, …
Für dich selbst zweckentfremdet? → keine Schätze im Himmel gesammelt?
Für das richtige Ziel eingesetzt? → Schätze im Himmel gesammelt?

Zeitliche Perspektive: Liebst du das Geld und benutzt Menschen?
Ewige Perspektive: Liebst du Menschen und gebrauchst dafür dein Geld?

Ich wünsche uns allen von Herzen einen gesunden Umgang mit Geld, weil sich auch darin unsere Beziehung zu Gott widerspiegelt.