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November 2018 –
Es wird (ist) dunkel

von Johannes Vogel

Es wird (ist) dunkel
Gesellschaftliche und geistliche Dunkelheit

Ist das schon wieder ein Beitrag, der die Zukunft schwarz malt und düstere Prognosen abgibt? Davon haben wir doch eigentlich genug! Von überall her erreichen uns schlechte Nachrichten und wir fragen uns, wie sich an dieser Lage etwas ändern soll.

1. Die gesellschaftliche Dunkelheit

Düstere Konjunkturprognosen

Die Weltwirtschaft befindet sich gegenwärtig in ihrer tiefsten Konjunkturkrise seit der Großen Depression im vergangenen Jahrhundert.
Renommierte Wirtschaftsgrößen wissen nicht mehr weiter; so sagte z. B. vor geraumer Zeit der ehemalige Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW): „Warum sollten wir sagen, wir wissen etwas, wenn das nicht stimmt? Wohin das alles führt, haben wir in den letzten Monaten beobachten können. Seit Beginn der Finanzkrise waren alle langfristigen Prognosen falsch. Unsere, aber auch die der anderen. So verwirren wir doch nur das Volk.“

Düstere Politikaussichten

Alle Politiker versprechen uns, dass es besser wird; doch auch nach einer einer „Wir schaffen das – Merkalität“ blieb der erhoffte Aufschwung und die Verbesserung aus.
Eher zeigt sich angesichts der riesigen Probleme Unzufriedenheit, Ratlosigkeit und Handlungsunfähigkeit: „Lasst sie; sie sind blinde Blindenleiter! Wenn aber ein Blinder den anderen leitet, werden beide in die Grube fallen.“ (Mt. 15,14).

Düstere Ethik/ Moralaussichten

2. Tim. 3,1-4: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott;“
Wie zeitnah ist Gottes Wort, wenn wir diese Beschreibung lesen. Denken wir nur an die vielen grausamen Attentate durch verblendete Einzeltäter, an die vielen Abtreibungen, Gendermanie usw.
Die moralische Talfahrt, die auch vor Gemeinde und Kirchentüren keinen Halt macht, ist erschreckend.

Doch diese Dunkelheit in der Gesellschaft hat ihren Ursprung in der geistlichen Dunkelheit. In der Bibel, Gottes Wort, wird uns diese Tatsache erklärt.

2. Die geistliche Dunkelheit

Unsere Beziehung zu Gott hat Auswirkungen auf alle Bereiche unseres Lebens.
Dunkelheit herrscht überall da, wo wir uns von Gott abgewendet haben. Wenn ein Land – ein Volk, ja sogar die Menschen sich von Gott abkehren, von Jesus Christus und seinem irrtumslosen Wort, der Bibel, bleibt das nicht ohne Folgen.

Ohne Licht

Schon am Anfang der Menschheitsgeschichte erfolgte dieses Abwenden von Gott. 1. Mo 3,8: „Und sie hörten die Stimme Gottes, des HErrn, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HErrn, mitten zwischen den Bäumen des Gartens.“
Nach dem Sündenfall wurde es kalt und Adam und Eva versteckten sich vor Gott. Seitdem ist die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen gestört. Die Bibel beschreibt den Zustand des Menschen ohne Gott als Finsternis. Jesus Christus kam zu uns Menschen, die wir „in Finsternis und Todesschatten sitzen“ (Lk. 1,79).
Auch in der Apostelgeschichte finden wir diesen Ausdruck wieder: „…und von den Heiden, unter welche ich dich sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott…“ (Apg. 26, 18a)

Eigenes Licht

Obwohl Gott selbst das Licht ist und ER das natürliche Licht geschaffen hat, versuchen wir unser eigenes Licht zu produzieren und eigene Wege zu gehen.
Das bringt uns nicht näher zu Jesus, sondern eher weiter weg von IHM. Judas Iskariot, der Jesus verriet, kam zwar mit Fackeln und Lampen in der Nacht in den Garten Gethsemane, doch dieses Licht konnte die Finsternis nicht vertreiben (Joh. 18,3).
Obwohl er direkt zu Jesus kam und IHN sogar mit einem Kuss begrüßte, war Judas weiter von Jesus entfernt, als je zuvor. Ist es nicht heute auch oft so, dass zwar von außen alles fantastisch aussieht, es aber innen dunkel und leer ist?
Wir bauen große Gemeindehäuser – haben riesige Konferenzen und noch MEHR Events, jedoch das Licht des Evangeliums erreicht kaum jemanden.

Falsches Licht

Die Bibel erwähnt auch falsches Licht, durch das wir in die Irre geleitet werden können. Hier kann man von echter Verblendung sprechen. Wir erfahren in 2. Kor. 11,14, dass sich Satan als ein Engel des Lichts verkleidet. Er möchte mit aller Macht verhindern, dass wir Gemeinschaft mit Jesus Christus haben und den richtigen und somit geistlichen Weg gehen.

3. Zurück zum wahren Licht

Ein Spruch aus den pietistischen Anfangszeiten bringt es auf den Punkt: „Suche Jesum und sein Licht – alles andere hilft dir nicht.“
Was heißt das für uns ganz praktisch?

Zurück zum HErrn – liebe Jesus Christus

1. Joh. 1,6+7: „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“
Die Liebe und die Beziehung zu unserem HErrn ist und sollte das Wichtigste und das Entscheidende in unserem Leben sein. Unseren HErrn zu lieben heißt, Zeit mit IHM zu verbringen, aber auch alles das auszuräumen, was diese Gemeinschaft mit IHM behindert. Das Herrliche ist, dass der Schöpfer dieser Welt uns ja zuerst geliebt hat.
Wir brauchen diese Liebe, die ER uns durch Seinen Sohn Jesus Christus geschenkt hat, einfach nur zu erwidern.
„Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ (5. Mo. 6,5).

Zurück zur Bibel – liebe Sein Wort

Schon Luther sagte: „Das Wort sie sollen lassen stahn.“
2. Petr. 1,19: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“
Liebe missachtet und verdreht nicht, sondern beachtet.
Lesen wir in Seinem Wort und lassen wir uns durch das Wort verändern? Sehen wir Gottes Wort – die Bibel – als höchste Autorität für alle Fragen unseres Glaubens und Lebens an? Lassen wir uns nicht die Liebe zu Seinem Wort nehmen, sondern stehen wir ganz und ohne Kompromiss dazu: „wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.“ (1. Joh. 2,5).

Zurück zur Gemeinschaft – liebe deine Glaubensgeschwister

1. Joh. 2, 9-11: „Wer sagt, dass er im Licht ist, und doch seinen Bruder hasst, der ist noch immer in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm; wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat.“
Wir können nicht Gott und Sein Wort lieben, aber gleichzeitig unsere Geschwister verachten. Das geht nicht, denn Gott hat uns Geschwister zur Seite gestellt.

Ein Buchtitel lautet: „Jeder ist normal, bis du ihn kennenlernst.“ Und trotzdem sollen wir insbesondere unsere Geschwister, die auf der gleichen biblischen Grundlage der ganzen heiligen Schrift stehen, lieben. Der HErr möchte gerade in dieser letzten Zeit, dass wir durch diese Gemeinschaft ein Zeugnis vor der Welt sind, wie es in Joh. 13,35 heißt: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“

Wann haben wir das letzte Mal für unsere Geschwister gedankt, die der HErr uns zur Seite gestellt hat – auch für die, die uns nicht passen?
Es ist ein großes Vorrecht, dass wir einander haben dürfen.

Ja, es ist dunkel in unserer Gesellschaft, aber leider auch in vielen unserer Gemeinden und vielleicht auch in uns selbst. Doch es muss nicht dunkel bleiben.

In Röm. 13, 12 heißt es: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts!“

Als Gottes Lichter in der Welt sind wir in die Dunkelheit dieser Welt gestellt – ja, 100%ig. Doch bald bricht der Tag an, wo unser HErr Jesus uns nach Hause holt – wir nennen es die Entrückung.
Bis dahin haben wir unseren Auftrag zu erfüllen, gute Positionslichter für unseren Herrn und Heiland Jesus Christus  zu sein.

Und deswegen: Sei bereit, wenn der HErr kommt.

MARANATAH – unser Herr komm` und vielleicht heute!