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Worauf den Fokus richten? | April 2021


von Volker Koch

Wer sich mit der aktuellen Situation auf unserer Welt beschäftigt, stellt fest, dass die Welt sich in den letzten Jahren viel schneller verändert hat, als sie das sonst getan hat.

Ich denke hier besonders an das Verdrehen der Wahrheit in Lüge. Wir leben in einer postmodernen und postfaktischen Zeit. Dinge, die offensichtlich wahr sind und was Gott ganz konkret sagt, werden zur Lüge abgestempelt oder total umgedeutet.

Es wird geleugnet, dass es eine absolute Wahrheit gibt; sie wird nicht mehr akzeptiert oder gesucht, sondern bestimmt; Fiktion wird von „Wahrheitsmachern“ als Wahrheit deklariert.

Die „gefühlte Wahrheit“ ist wichtiger als die tatsächliche Wahrheit.

Ich spreche von Veränderungen in der Gesellschaft. Den immer größeren Einfluss antichristlichen Gedankengutes auf die Menschen und damit auf die Regierungen dieser Welt, zum Schaden der Menschen.

Wie gesagt, die Welt verändert sich; sie orientiert sich neu, sie ordnet sich neu und Gott soll in dieser neu geordneten Welt keinen Platz mehr haben. Das spüren viele Menschen und sind beunruhigt, zum Teil hoffnungslos oder gar wütend.

Die Gemeinde Jesu, die Summe aller wiedergeborenen Christen, befindet sich in einer Zeit, die zweifellos als die Schlussphase der Zeit der Gemeinde bezeichnet werden kann. Viele Christen sehnen das Ende herbei – wann wird es sein? Vielleicht heute, ja, das könnte sein!

Wann wird der Herr uns zu sich holen und wann wird er Gericht über das Unrecht üben? Wann wird die Gerechtigkeit Einzug halten auf Erden? Wann kommt der Tag des Herrn, dessen Auftakt die Entrückung der Gemeinde sein wird? Werden wir ungeduldig?

Die Frage WANN wird nicht mit einem Datum beantwortet, aber auf die vermeintliche Verzögerung nimmt die Bibel Bezug und setzt unsere Gedanken zurück auf das biblische Gleis.

Worauf richtet Gott den Fokus?

2. Petr 3,9:
“Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.”

Ja, die eingangs beschriebene Wahrnehmung ist richtig und ja, wir dürfen täglich auf die Verheißung warten und ja, es wird alles so kommen, wie es verheißen ist. Aber wenn wir die Dinge mit Gottes Augen sehen, erkennen wir seinen Fokus. Sein Fokus ist auf die Menschen gerichtet, die noch nicht wiedergeboren sind, die Menschen, die entweder belogen werden oder eben diejenigen, die belügen und in den Abgrund führen.

Wir werden darauf hingewiesen, dass unser Fokus sich auf einen Zeitpunkt bezieht, der für Gott noch nicht an der Reihe ist und, dass unsere Gedanken sich um ein Thema kümmern, das noch nicht dran ist. Der Herr hat immer noch die im Fokus, die verloren gehen, wenn sie nicht Buße tun. Der Sünder soll umkehren von seinem falschen Weg und diesen Raum räumt Gott diesen noch ein. Wir sprechen also von einer Verlängerung der Gnadenzeit und nicht von einer Verzögerung. Gott, der absolut gerecht ist und die Sünde hasst, zeigt, dass er das gerechte Gericht noch nicht über die sündige Menschheit hereinbrechen lässt, weil er den Sünder liebt. Jesus Christus ist auf die Erde gekommen, um für Sünder zu sterben. Damit hat Gott seine Liebe zu den Menschen bewiesen und er ist gekommen um die Sünde zu besiegen – das hat er auf Golgatha bereits getan und seither ist der Weg zu Gott offen.

Der Kerkermeister in der Apostelgeschichte 16 fragte Paulus und seine Begleiter:

“Ihr Herren, was muss ich tun, auf dass ich errettet werde?” (Apg. 16,30)

Die Antwort war klar und deutlich:

“Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden!” (Apg. 16,31)

Das gilt immer noch und dafür räumt der Herr diesen Zeitraum ein, der für uns vielleicht wie eine Verzögerung der Verheißung aussieht. Wir wissen also nicht, wann der nächste Abschnitt der Heilsgeschichte beginnt, aber wir wissen genau, worauf in dem jetzt laufenden Abschnitt der Fokus Gottes gerichtet ist – also wissen wir auch, worauf wir den Fokus richten sollten.

Wir sollen den Menschen sagen: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden“.

Es ist wichtig, dass wir die Zeiten einordnen, dass wir wahrnehmen, was um uns herum abläuft und, dass wir uns an die Wahrheit halten und diese verteidigen. Aber Ziel Nummer Eins bleibt die Verkündigung des Evangeliums der Gnade Gottes.

Wenn wir uns mit der Wiederkunft des Herrn beschäftigen, und das sollen wir, dann kommen wir um einen Sachverhalt nicht herum: wann das Ende sein wird, weiß nur der Vater!

Was soll fokussiert werden?

Mk. 13,32:
“Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.”

Ab dem Moment der Entrückung haben wir einen Fahrplan in der Bibel, aber den Startschuss gibt der Vater. Und genau darum dreht sich mein nächster Gedanke, den ich mit Ihnen teilen möchte.

Wenn der Sohn, dargestellt als vollkommener Knecht, nicht weiß, wann der Tag gekommen ist, dann doch wahrscheinlich auch deshalb, weil sein Auftrag bis dahin eine ganz andere Ausrichtung hat als danach. Weil der Fokus Gottes unterstrichen werden soll: „Volle Konzentration auf die Rettung der Sünder“. Jetzt ist ER als die sichtbargewordene Menschenliebe Gottes zum Heil aller Menschen “im Einsatz“. Lesen Sie mal mit mir:

Tit. 2,11:
“Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen;”

Der Herr Jesus sehnt sich doch noch viel mehr als wir es je könnten nach der Vereinigung mit seiner geliebten Gemeinde, aber die ist ja noch gar nicht vollständig versammelt – es sollen noch gerettete Sünder hinzukommen.

Lieber Leser, wenn sie noch kein Kind Gottes sind, dann sind genau Sie einer von denen, auf die hier noch gewartet wird! Ist das nicht wunderbar – noch ist Rettung möglich – ziehen sie die Notbremse und wenden sich von der Lüge ab.

Wenn wir dann bei unserer Bibelstelle 2. Petrus 3 weiterlesen, erfahren wir, dass diese Gnadenfrist nicht unendlich lange dauern wird.

2. Petr. 3,10:
“Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.”

Der Tag des Herrn – ein zeitlicher Abschnitt – an dessen Ende die Vernichtung der Erde stehen wird, kommt nach Ablauf der Gnadenzeit, die nur der Vater festlegt, plötzlich und dann gnadenlos. („Gnadenlos“ im Sinne von, man bekommt eben nicht mehr Gnade vor Recht.) Abgesehen davon natürlich, kommt das Gericht für alle Menschen, die die Gelegenheit zur Buße und Rettung zu ihren Lebzeiten nicht wahrgenommen haben. Wer von uns weiß schon, wann sein letzter Atemzug getan sein wird?

Sicherlich halten viele Menschen, wie damals auch, die biblische Verheißung für Fakenews aus einem alten Buch, aber täuschen Sie sich nicht. Machen sie den Faktencheck, stellen Sie dieses Buch auf den Prüfstand stellen Sie sich der Diskussion mit Gott und Sie werden staunen – es enthält nicht nur Gottes Wort, es ist Gottes Wort – 100% Wahrheit, 100% Glaubwürdigkeit!

Worauf also den Fokus richten?

Richten Sie den Fokus so aus, wie Gott ihn ausrichtet. Unser Herr könnte heute wiederkommen, das wäre herrlich. Doch was ist jetzt dran?

Wenn Sie Christ sind, dann verzweifeln sie nicht an der Welt um Sich herum, sondern schließen Sie sich der Mission ihres Heilands an und geben Sie das Evangelium bis zuletzt weiter.

Und wenn Sie noch kein Christ sind, richten Sie den Fokus auf die Alternative zu dem Lauf dieser Welt – einem Lauf, der für jeden sichtbar ein Rennen in den Abgrund ist.

Bleiben Sie fokussiert!